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Über die Schwierigkeit, coole Homos zu schreiben

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In den letzten etwa drei Jahren ist die Menge an Geschichten deutlich gewachsen und einfacher zu finden geworden, in denen Interessierte Zuhörer von coolen, sympathischen und ansprechenden lesbischen Charakteren erfahren können. Repräsentation ist auf einem guten Weg. Für Schwule ist es aber immer noch etwas schwerer.

Es gibt so viele coole lesbische Charaktere in den letzten Jahren. Steven Universe Spoiler. Life is Strange Spoiler. Undertale Spoiler. Avatar: Korra SpoilerOverwatch Nichtspoiler. Im Nichtkommerziellen siehts da nicht viel anders aus. Was diese Charaktere eigentlich alle gemeinsam haben ist, dass beide Beteiligten sympathisch dargestellt werden, als Subjekte, nicht Objekte von romantischen Gefühlen. Mindestens eine der Beiden (üblicherweise eine der Beiden) ist stark und energisch, die Heldin (aber eigentlich nie die Protagonistin). Wir haben so viele Beispiele für so gute Lesben in so kurzer Zeit gesehen, dass wir schon fürchten müssen, gerade neue Klischees zu erfinden.

Aber eine gleichermaßen breite Repräsentation von Schwulen in ähnlich großen, beliebten oder guten Werken ist nicht zu sehen. Wie kommt das?

Öffentliche Meinung gegenüber Lesben und Schwulen ist nicht gleichmäßig verteilt

Erstmal ist es verständlich, dass Lesben in Geschichten generell so gut funktionieren. Die vier primären Gesellschaftsgruppen für meine Betrachtung (man kann in mehreren oder keinen von ihnen sein) sind in sehr unfair vereinfachter Weise so zu Lesben eingestellt:

Fig. 1: Meinung der Öffentlichkeit über Lesben in Medien

Fig. 1: Meinung der Öffentlichkeit über Lesben in Medien

Ich biete jetzt einfach mal keine Quellen oder Umfragen um diese völlig aus meinem Gefühl und Erfahrung generierte Grafik zu untermauern. Wer diese Prämisse für unzutreffend hält, darf gerne an dieser Stelle aufhören, meiner Erläuterung zu folgen. Die Basis für meine Einschätzung ist: Generell sehen Leute gerne Charaktere in den Medien, mit denen sie sich identifizieren können – idealerweise mit der selben Geschlechts- und Sexualitäts-Identität (zusätzlich zu natürlich allen anderen Eigenschaften, die ein Charakter haben kann). Außerdem sehen Leute gerne Charaktere, die sie sexuell ansprechend finden – Hetero-Männer sehen also gerne Frauen. Die Implikationen von Lesben, selbst in nicht-pornösen Werken (und in diesem Beitrag rede ich nur von nicht-pornösen Werken) tut dabei ihr übriges.

Die Homo-Männer finden Lesben in Geschichten generell gut. Große Teile der großen Schwulen-Filme und -Serien der letzten Jahrzehnte sind effektiv Geschichten, in denen Frauen cool und unabhängig sind. Wenn sie dann noch ein bisschen oder sehr queer sind, ist das cool und hilft der Identifikation auch. Da Frauen für Schwule aber nicht sexuell relevant sind, bekommen sie nicht die höchste Wertung.

Aber auch ansonsten haben Lesben in Medien heutzutage keine großen Feinde. Reale Frauen, die Frauen mögen, haben natürlich auch in Deutschland immer noch mit mittlerer Opposition zu kämpfen. Aber wenn es um fiktionale Charaktere geht, sind denke ich nur die extremsten, die Strohmann-igsten Idioten bereit, auf die Straße zu gehen und zu protestieren, bloß weil da mal jemand lesbisch ist. Die Vorstellung einer generellen Lesbe (nicht einer spezifischen, die man persönlich kennt) ist einfach nur noch für wenige Leute anstößig oder beleidigend.

Aber Homo-Männer haben es da schwerer. Hier ist die gleiche imaginäre Gesamtbevölkerung, die sich mit einem fiktionalen Schwulen in ihrer Geschichte konfrontiert sieht:

Fig. 2: Meinung der Öffentlichkeit zu Schwulen in Medien

Fig. 2: Meinung der Öffentlichkeit zu Schwulen in Medien

Da sind einerseits die Homo-Männer, die das natürlich gut finden. Und die Hetero-Frauen, die froh sind, wenn es sogar mal mehrere Männer sind, die miteinander was anfangen.

Ein Paragraph Abschweifung: Wer sich in Fanfiction- und Fandom-Genres auskennt, weiß dass gay shipping super populär ist, vermutlich das Populärste überhaupt wenn man mal alles in diesem Großbereich zusammenrechnet. Primär sind es Frauen (hetero), die sich vorstellen, dass die männlichen Charaktere von Serien und anderen Geschichten aufeinander stehen. Egal ob (Cumberbatch-)Sherlock und Watson, Naruto und Sasuke, Loki und egal wer. Es ist oft angenehmer für Frauen, sich ’ne romantische Beziehung vorzustellen, in der keine Frauen vorkommen. Unter anderem existiert dann nicht die Gefahr, dass jemand mit ihr auf eine Weise umgeht, die an Missbrauch oder Gewalt erinnern und einen aus der Erzählung herausreissen kann. Dafür muss man als Leserin sowas nicht persönlich erfahren haben, Menschen haben nämlich Vorstellungskraft. Zwei Männer zusammen können unter Umständen idealisierter sein als ein Mann und eine Frau. Mir fällt auch ehrlich gesagt keine Geschichte mit Hetero-Paar ein, das von Fans so Widerspruchslos geliebt wird wie viele gay ships.

Dann sind da die lesbischen Leute. Bei ihnen ist meine Annahme, dass sie (ähnlich wie Schwule bzgl. Lesben) eine generell positive Einstellung haben, weil sie im selben „struggle“ als sexualitäts-Minderheit sind. Allerdings gibt es eigentlich keine coolen Typen, die Lesben-Ikonen sind. Sowohl Schwule als auch Lesben finden Xena cool, aber niemand interessiert sich für Hercules.

Fig. 3: Ikonen der Queer-Kultur

Fig. 3: Ikonen und Nicht-Ikonen der Queer-Kultur

Das große Problem, mit dem sowohl reale als auch fiktionale Schwule in der Bevölkerung zu kämpfen haben, sind die Hetero-Männer. Deren Meinung geht weit auseinander, und unter ihnen sind sicherlich die überzeugtesten und sichtbarsten Schwulenfeinde zu finden. Hetero-Männer, die sich in ihrer Identität angegriffen fühlen, Closet-Homos, die sich die Wahrheit nicht eingestehen wollen – es gibt genug prominente Gruppen, die ihre Anlässe haben, um Schwule schlecht zu finden.

Hinzu kommt immer noch dieses (für viele homophobe) ärgerliche Problem, dass die sich immer direkt Männer beim Analsex vorstellen müssen, selbst wenn es keinerlei Anlass gibt anzunehmen, dass die das je vorhaben. Was Frauen miteinander machen, das sind ja alles Dinge, die auch ein Mann mit einer Frau machen könnte (minus ein paar Optionen). Aber iiiih, die Schwulen!!! (Aber mit ’ner Frau wär‘ das wieder was anderes, wenn die es mal in den Hintern machen würde, das wär ja schon ganz geil, ne?)  An dieser Stelle beende ich meine Darstellung des inneren Monologs eines Homophoben und kehre zum eigentlichen Text zurück.

Male Gaze erschwert Male Gays (it’s a homonym!)

Der Male Gaze wird meinen geneigten Lesern wahrscheinlich bekannt sein, ist aber immernoch obskur genug, um ihn kurz zu erläutern. Hierbei gehts darum, dass speziell Filme und Serien von vorwiegend heterosexuellen Männern und für vermeintlich heterosexuelle Männer gemacht werden und daher die Welt in ihnen auf eine gewisse Weise gezeigt wird.

Das deutlichste Beispiel dafür ist: Frau wird zum ersten Mal gezeigt? Extreme Closeup ihrer Beine oder direkt des Hinterns. Laaangsamer schwenk zum Gesicht. Andere Charaktere schauen sie an, während sie einen Moment lang posiert. Wenn das Erste was man von einem Charakter sieht deutlich betont, was ihn definieren soll, ist das hier ganz deutlich. Indiana Jones z.B. kommt erst als mysteriöser Schatten – dann sieht man seine Hand, dann seine Peitsche. Das erste was er tut ist, einen Bösen zu besiegen, ohne ihm ernst zu schaden. Im klassischsten Male Gaze sind Männer Leute die etwas tun, während Frauen passiv angeschaut und begehrt werden.

Es schließt aber auch einfach die Annahme mit ein, dass der Zuschauer ein Mann ist und auf Frauen steht. Und Männer, wie wir gerade gesehen haben, sind im orangen Bereich – die Produktion nimmt also vorauseilend mal an, dass der Zuschauer auch was gegen Homos hat. Große Hollywood-Werke wollen es sich nicht leisten, überall auf der Welt von den Homophoben-Lobbies (die oft als Kirchen getarnt sind) boykottiert zu werden, bloß weil da mal ein Schwuler vorkommt. Und das Risiko steigt natürlich, je deutlicher, expliziter und positiver er dargestellt wird – wenn eine Komödie mal ’nen Homo hat, der sich natürlich wie eine komplette Schwuchtel aufführt, ist das nicht das Problem.

Fig. 4: Nein.

Fig. 4: Nein.

Reden wir mal über die weniger große Herausforderung: Coole Frauen. Es ist schwer, ein AAA-Spiel zu finden, das eine Protagonistin hat, deren erstes oder zweites Adjektiv nicht „Sexy“ ist. Oder eines, bei dem der männliche Protagonist „sexy“ ist. Bei Filmen sieht’s nicht anders aus. Wie viele der Helden im Marvel Cinematic Universe sind Frauen? Genau. Wenn eine Frau der Hauptcharakter ist, werden da oft zweitklassige Teams dran gesetzt, wodurch dann die resultierenden Filme wieder so schlecht werden, dass alle sagen „Ja klar, haben wir ja gewusst“. Es ist heutzutage marginal besser als vor 17 Jahren, aber wir haben bis heute nicht mal drei große, sehr kompetente Actionfilme mit Frau als führende Person. Weil große Filme für Männer produziert werden, die vaginen mögen.

Und in diesem System wollen wir hoffen, einen coolen Schwulen unterzubringen? lolno. Die einzige Hoffnung sind da kleine und Indie-Produktionen.

Coole Schwule zu schreiben ist schwer!

Aber kommen wir jetzt mal zur Perspektive der Medienschaffenden. Angenommen, wir haben ein Team von fähigen und woke Leuten, die eine Serie oder einen Film machen wollen, und da sollen auch mal coole Homos vorkommen. Nicht als Zentrum der Geschichte, wir wollen kein Blue is the warmest colour machen, sondern eine populäre Geschichte mit externem Konflikt und Action, in dem die Charaktere halt auch was erleben. Falls du an dieser Stelle des Beitrags angekommen bist und es ärgerlich findest, dass jemand es überhaupt nötig findet, einen Schwulen aktiv wo rein zu schreiben, wenn die Sexualität genausogut egal sein könnte: Sorry, ich hab‘ bereits 2200 Worte Beitrag produziert, es ist einfach nicht genug Platz, um auch noch einen Grundkurs hier unterzubringen.

Will man eine coole Lesbe schreiben, die nicht in super typische Klischee-Kategorien fällt, ist das relativ einfach, weil die Öffentlichkeit nicht so viele Klischees von ihnen hat. Es reicht praktisch schon, wenn sie keinen Mechaniker-Overall oder Rotschwarzes Flannellhemd trägt und nicht andauernd Männer hated. Sie kann zurückgezogen oder offen sein, Kämpferin oder Denkerin, sie kann praktisch das gesamte Spektrum an Charakter-Eigenschaften haben, mit wenigen No-Go’s, die man zur Klischeevermeidung umgehen muss.

Will man einen coolen Schwulen schreiben, der nicht in super typische Klischee-Kategorien fällt, ist das relativ schwer. Hier nur eine Handvoll Sachen, die in den letzten Jahrzehnten „Typisch Schwul“ geworden sind, die also bei einem Charakter schon andeuten, dass er Homo ist, oder im Fall eines bestätigt Schwulen die Reaktion „Na klar sieht der so aus/ist der so drauf, ist ja typisch“ hervorruft:

  • Muskulös und sehr männlich
  • Schmächtig, feminin und jung
  • Körperbehaarung, kreative Bärte
  • Gut gepflegt aussehen, tolles Haar etc.
  • Bunte Kleidung, Pastellfarben (besonders Pink), Hautenge Kleidung, Arbeiterkleidung, alles aus Leder, Cowboys, Indianer, Biker, Soldaten, Eiskunstläufer, Sportler in praktisch allen Duellsportarten
  • Fröhlich und energetisch sein
  • Männliche Freunde haben
  • Weibliche Freunde haben, mit denen nicht eindeutig was läuft
  • Nicht ausdrückliches romantisch/sexuelles Interesse an irgendwem bekunden
  • Gut in Kunst sein
  • Gut in Sport sein
  • Gut mit Gefühlen können

Wenn man ganz sicher nicht homo rüberkommen will, sind die Möglichkeiten, sich auszudrücken, extrem eingeschränkt. Das ist vor allem ein Nachteil für Leute, die sich über sowas Sorgen machen – weil es so viele queer-codes gibt, machen sich Filme und Serien oft extra den Aufwand, eine Frau einzufügen, wenn auch nur für wenige Sekunden, nur um zu beweisen, dass der Protagonist mit den Notgays infiziert ist. Die Angst, dass jemand einen Charakter als Schwul einstufen könnte, der so nicht gedacht ist, schränkt Writing für Heteros schon ziemlich ein.

Fig. 5: Dieser Glee-Charakter ist leider zu weit auf der Klischeeliste und nicht cool genug, um zu zählen.

Es erschwert aber auch den Prozess, einen Schwulen Charakter zu schreiben, der die Klischees umschifft. Es reicht nicht, nur einen Typen zu haben, der Männlich anstatt foppisch rüberkommt. Natürlich gibt es viele Archetypen und Mischungen, die nicht verbraucht sind – zum Beispiel fällt mir gerade kein nicht-muskulöser Frontline-Kämpfer (wie ein Tank) ein, oder ein fiktiver Gelehrter, die auch noch Schwul sind.

Wenn man dann auch noch ein schwules Paar darstellen möchte, möchte man vielleicht auch verhindern, den Eindruck zu erwecken, einer wäre „die Frau“ in der Beziehung (übrigens ist es geradezu die Basis einer schwulen Beziehung, dass keiner von beiden eine Frau ist). Ein deutliches Maskulinitäts- oder Machtgefälle ist also unter Umständen auch zu vermeiden.

Generell muss man sich auch die Frage stellen, ob man seine Representation eher im Stil von „No Big Deal“ oder von „Important to Narrative“ haben möchte. Vermutlich wäre es eine gute Idee, seinen schwulen Charakter durchaus ähnlich zu handlen wie Garnet: Als Teil eines gemischten Teams, das die Schwulheit so normal findet, dass sie es nichtmal ansprechen müssen – aber mit Außenstehenden, die dagegen sind und denen der Charakter etwas entgegenstellen kann.

Sexualisierung und Diskussionen

Bevor ich aufhöre, mit Gedanken über eine theoretische Geschichte zu machen, in die jemand einen gut dargestellten Schwulen einbauen will, und dabei Fehler zu vermeiden versucht, hier noch ein paar der grundlegenderen Dinge, die vielleicht schon sehr klar sind:

Ob und wie man seine Charaktere sexualisiert, sollte man sich stark überlegen. Man kann einen Charakter als jemanden Darstellen, der fähig ist, romantische Gefühle zu haben, ohne ihn zu sexualisieren. Das ist für all die lesbischen Charaktere am Anfang dieses Beitrags der Fall. Genau wie bei Frauen fängt bei männlichen Charakteren Sexualisierung dabei an, ob und wie man deren Oberkörper zeigt. Wäre Monkey D. Ruffy schwul, wären alle Leute schon vor 20 Jahren ausgeflippt. Sowas wenn nicht dringend nötig bitte vermeiden.

Es sollte für den Charakter auch nicht nötig sein, sich argumentativ zu verteidigen wie Leute in der echten Welt. Wir planen keine früh90er Sitcom oder Aufklärungsstunde, sondern wollen einen coolen Charakter haben. Wenn der Charakter mal etwas in der Richtung zu sagen hat, sollte ein einzelnes Statement genügen, um die Angelegenheit zu klären. Garnet hat ein einziges mal in Form von Lied und Faust ihren Standpunkt gegenüber Jasper klargemacht und ein einziges Mal durch wenige Sätze gegenüber Peridot. Das sollte für jede Serie reichen.

Vielleicht haben wir ja in den nächsten Jahren ein Werk vor uns, in dem ein richtig cooler Schwuler uns aus den Socken haut. Fänd ich gut.

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Written by vetaro

19. Februar 2017 um 11:39 pm

Veröffentlicht in Uncategorized

3 Antworten

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  1. Sehr schön, danke!
    Ich hab ja sogar einen homosexuellen Protagonisten in meinem aktuellen Fortsetzungsroman, der meines Erachtens die gängigen Klischees brauchbar umschifft und sich ganz natürlich einfügt.
    Bin also Teil des Problems.
    Aber irgendwie muss ich doch üben…

    Muriel

    20. Februar 2017 at 8:46 pm

  2. Aber wenn der so ist, bist du doch Teil der Lösung?

    vetaro

    21. Februar 2017 at 6:42 pm

  3. Ich gehe davon aus, dass es nicht so ist und ich es nur nicht merke, und das ist ja bei den meisten von uns das Problem. Ich merke zwar zum Beispiel immerhin oft den Sexismus in meinen Geschichten, und manchmal gelingt es mir dann sogar, ihn zu vermeiden, aber es gibt sicher auch viele Fälle, in denen ich es nicht mitkriege.

    Muriel

    21. Februar 2017 at 6:48 pm


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