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Das BRIO Videospiel ist da: Factorio

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Ich muss zugeben, dass dies einfach ein richtig klassisches Jungsspiel ist. Die Begeisterung daran ist die selbe, mit der man einen Spielzeugbagger bedient oder eben Brio baut. Aber Factorio ist halt einfach sehr nice.

Der Pitch für das Spiel geht in ungefähr so. Stell dir mal vor, ’ne Spielwelt wie Minecraft: Es gibt Kohle und Eisenerz und Kupfererz, und du kannst das abbauen und zu einem Werkstoff machen und daraus was herstellen. ABER! Du hast keinen Bock. Statt dessen… machen Roboter die ganze Arbeit! Und du darfst planen, wie sie möglichst effizient Zeug herstellen!

Das ganze entwickelt sich schnell zu einem riesigen Chaos, sobald man kompliziertere Produkte herstellt, und an der Stelle wird es eigentlich erst interessant. Es ist effektiv ein Aufbauspiel, in dem man das Gewusel selber managed. Sinnvoll anordnen, wohin die ganzen Förderbänder und Roboterarme führen, dafür sorgen dass alles effizient arbeitet ist die Herausforderung. Theoretisch könnte man das Spiel auch mit nur vier Fabriken, viel Zeit und Micromanagement schaffen. Aber witzig wirds ja dadurch, dass man es nicht tut. Es ist einfach exakt das hier:

Dabei ist Factorio so auf der Mitte zwischen „Könnte man im der Schule verwenden um etwas beizubringen“ und „PC Gamer Master Race“. Das Interface ist schon sehr klar und versteckt keine Informationen, aber das Spiel stellt sich halt auch nicht dumm. Wer Öl verarbeiten will, muss es in Light Oil, Heavy Oil und Petroleum Gas aufspalten, und wenn man nur eines davon braucht, muss man trotzdem irgendwie mit den anderen beiden was machen, um weiter produzieren zu können. Ich hatte konstante Flashbacks zu einem Video über Ölverarbeitung aus der Oberstufe, während ich diese monströse Verarbeitungsmaschinerie hier konstruierte.

Factorio ist definitiv die Sorte Spiel, bei der man sofort weiß, ob man es selber mal erleben will oder nicht. Wenn man das will, ist es sehr gut. Es ist voll mit so kleinen quality of life-Details, wie dem Umstand dass fast keine Strukturen einem den Weg versperren sondern man sich an ihnen Vorbeiquetschen kann. Oder dass alle Maschinen extrem intelligent agieren – ich habe mir nie gedacht „Oah, jetzt hör doch mal auf/fang doch mal an, den Scheiß da zu Greifen, Junge!“ Bauteile drehen sich automatisch in die richtige Richtung oder formen Kurven wo sie nötig sind. Das Stromnetzwerk ist extrem selbstständig. Zwar geht es das ganze Spiel über darum, wo exakt man jetzt Dinge hinbaut, aber praktisch nie darum, in irgendwelchem Menüs einzustellen, dass dies jetzt mit +0,2 Effizienz arbeiten soll. Wenn ein Spiel im Early Access so aussieht, sagt das einiges über die Entwickler.

Alles in Allem habe ich eigentlich nur Lob für Factorio. Es ist eine sehr frische Idee, es weiß genau was es sein will und verschwendet keine Zeit mit unnötiger Egalstory oder Grafik-Explosionen. Ich habe lange kein so befriedigendes Spiel gespielt und mich so sehr auf die Gelegenheit gefreut, Mama zu zeigen, was ich cooles mit LEGO gebaut habe.

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Written by vetaro

15. Januar 2017 um 6:48 pm

Veröffentlicht in Uncategorized

Eine Antwort

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  1. Hm. Nichts für mich. Aber mir würde mindestens ein Mädchen einfallen, das Spaß dran haben könnte.

    Muriel

    16. Januar 2017 at 12:01 am


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