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Gamescom in erträglichen Maßen

with 3 comments

Ich war dieses Jahr zum zweiten mal auf der Gamescom. Einmal hätte mir eigentlich gereicht, aber so wie diesmal würde ich es wieder machen.

Einlass habe ich überhaupt erhalten, weil ich über einen Freund Volunteer bei einer GameJam sein konnte – helfende Hände zum Tragen von Sachen, Aufräumen, bei Fragen jemanden finden der die Antwort weiß und Getränke verteilen. Alle daran Beteiligten, sowohl die Veranstalter als auch Teilnehmer, waren da extrem angenehme Leute, die sich über alle Interessierten freuten und denen völlig egal war, wie qualifiziert oder wichtig man war.

High Quality Ipod 4 Fotografie. Ich kann nichts dran ändern.

Unter anderem konnte ich da die Entwickler hinter Clustertruck/Totally Accurate Battle Simulator treffen, die zu spät zur Themen-Ankündigung kamen und annahmen, das Thema „Masks“ würde das gleiche bedeuten wie auf schwedisch… und daher ein Spiel über einen riesigen Wurm-Boss machten. Einer der Devs nahm dann meiner Begleitung ihr Rhino-Stofftier weg und brachte es auf alle möglichen Afterparties mit.

Da die Arbeit dort aber nur einen Tag füllte, konnten wir zusätzlich noch auf der Gamescom selber rumlaufen – besonders am „Fachbesucher“-Tag Mittwoch, wo für meinen Geschmack genau die richtige Menge an Leuten unterwegs waren. Viele, genug dass Schlangestehen sich nicht lohnen würde, aber eben nicht so, dass sie einem beim Laufen im Weg wären. Und ja, 75% der Leute waren weniger legitime Fachbesucher als sogar wir, vermutlich alles Webmaster von ilovezelda.de.vu. Wir konnten am ersten Tag alles sehen (und bestätigen, dass alles Ausgestellte egal ist) und daher die großen, beliebten Hallen an den darauffolgenden Tagen ignorieren.

Ich konnte Colin Gäbel (RBTV) treffen und ihm  kurz sagen, dass ich zu den nicht-forum-postern gehöre die einfach zufrieden mit seiner Arbeit sind. Als Fan jemanden nicht lange vollquatschen und nicht in den Himmel loben ist meine Idealvorstellung von Fanverhalten, hier die perfekte Ausführung.

An einer Stelle musste ich meinen Arbeitsposten beim Volunteering verlassen, weil eine junge Frau aus Hong Kong mir in die Arme lief, der alle ihre Sachen gestohlen wurde, niemand ihr den Weg weisen konnte, und überraschenderweise niemand, der dort arbeitet, englisch kann. Ich spielte also 45 Minuten lang Übersetzer, während die security Formalitäten erklärte und dass man da erstmal nichts tun könnte, und sie zunehmend frustriert und verzweifelt von den Abläufen wurde. Keine Ahnung, was aus ihr geworden ist, ich konnte sie nur mit ihrer Gruppe zusammenführen und wieder losziehen lassen. Eine Geschichte, deren Aufklärung ich vermutlich niemals erfahren werde.

Den zweiten Tag haben wir dann einfach damit verbracht, cosplayend in der vergleichsweise leeren Halle 10 unterwegs zu sein, in der keine AAA-Titel beworben werden, und bei der deutschen Musikspielcommunity Rock Band 4 zu spielen. Und diese Art von Umgang mit der gesamten Veranstaltung ist auch die einzige Art, wie sie vermutlich überhaupt erträglich ist, wenn man introvertiert ist wie ich. Von all den großen Spielen erfährt man ohnehin über das Internet mit viel weniger Aufwand mindestens das Gleiche, wenn nicht sogar mehr – Die Online-Aufnahmen sind exakt das, was man auch zu spielen bekommen würde und so ein großes Geheimnis ist es jetzt ja nicht, wie sich Mafia 3 oder Call of Duty 26 steuern lassen werden. (Klingt wie ein Scherz, Infinite Warfare ist aber tatsächlich der 26. Titel in der CoD-Reihe)

Als Pöbel ist die Gamescom echt verschwendete Zeit/Geld. Aber als „Mitarbeiter“, wenn man ‚was vom Backstage sehen kann, oder sogar vom gefühlten dreifach-Backstage (ich bin da teilweise in Bereiche des Gebäudes geführt worden, deren Abgelegenheit mich jetzt noch beeindrucken), und vielleicht einen halben oder ganzen Tag Zeit hat um rumzulaufen, ist es wirklich nett. Würd‘ ich wieder machen.

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Written by vetaro

8. September 2016 um 11:39 am

Veröffentlicht in Uncategorized

3 Antworten

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  1. Colin find ich auch okay.
    Mich irritiert immer noch, dass ich mit dem weiblichen Teil der Crew ziemlich komplett nichts anfangen kann. Würde sagen, dass das nicht an meinem Sexismus liegt. Aber andererseits sagen das ja alle Sexisten.

    Muriel

    8. September 2016 at 12:25 pm

  2. Man muss auch sagen, dass die weiblichen RBTV-Leute halt deutlich weniger / gar keine Ausbildung oder Karriere als Moderation hinter sich haben, die meisten von denen sind ja eigentlich Regie/Editing/Grafik etc – ich hätte auch gerne jemanden mit so viel Style wie Charlyne Yi unter denen, aber dann muss man halt auch jemanden nehmen, die absichtlich und vorrangig vor die Kamera will.

    vetaro

    8. September 2016 at 3:30 pm

  3. Und dann kommt hinzu, dass sie auch zahlenmäßig unterlegen sind. Die meisten männlichen Moderatoren gehen mir auch auf den Geist, wenn ich mal drüber nachdenke, eigentlich nur mit Ausnahme von Simon, mit kleinen Einschränkungen Colin, und dann schon mit sehr großen Einschränkungen Nils, Etienne und Dennis. Fabian mag ich auch, aber der macht ja nur selten was, und kann alleine eigentlich auch kein Programm für mich tragen. Ähja. Alos, wenn ich mal sachlich überlege, ist die Quote der Leute, die ich gerne sehe, vielleicht sogar doch in den beiden Gruppen die gleiche, nur dass die eine Gruppe viel kleiner ist als die andere.
    Es gibt umgekehrt bei den Moderatorinnen auch niemanden, der mich so hart nervt wie Gunnar oder Daniel. Ja, dann muss es das sein. Ich nehme alles zurück und wünschte, ich hätte geschwiegen. Aber das kann ich halt nicht so gut.

    Muriel

    8. September 2016 at 6:43 pm


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