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Telekom-Begrenzung im Selbstexperiment

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Vor drei Monaten kündigte die Telekom an, alle neuen Flatrate-Verträge mit einem Datenlimit zu besetzen. Anstatt hysterisch zu werden, war meine erste Reaktion dies: Rausfinden, was das eigentlich für mich bedeutet.

Zuerst einmal die sicheren Infos. Computerbase zufolge wäre ich im Bereich 200 GB Limit – wenn ich nicht schon seit Jahren angemeldet wäre. Aber lasst uns nicht illusorisch sein, eines Tages werden auch bestehende Verträge geupdated und wir vor die Wahl „vertrag auflösen oder limit“ gestellt. Meines Wissens nach hat die Telekom einmal zurückgerudert – und das Tempo nach der Drosselung etwas angehoben. Das ist mir relativ egal und ehrlich gesagt keine echte Verbesserung, diese Seite des Limits plane ich nicht ein, je zu erreichen.

Meinen Internet-Verbrauch habe ich mit NetSpeedMonitor gemessen. Glücklicherweise kamen die Neuigkeiten ende April heraus, ich habe nun also drei Vollständige Monate Datensammlung hinter mir.

Der NSM ist zum Glück äußerst unauffällig und bedarf keinerlei Aufmerksamkeit, so dass ich ihn weitestgehend vergessen konnte und mein Verhalten im Experiment ziemlich unbelastet davon ist. Wie bisher habe ich Streams geschaut, unsinnig viele tabs tagelang offen gelassen, Pr0gram und Imgur verfolgt, Spiele heruntergeladen oder mal vergessen, dass ich Tagelang ein Hörspiel seedete.

Und das Resultat?

Mai:  166 GB (davon 30 Upload)
Juni:  214 GB (davon 25 Upload)
Juli:   328 GB (davon 109 Upload)

Grafisch sieht das so aus (GB pro Tag):

Man spürt den Steam Summer Sale ein bisschen bei den letzten Spitzen, und ein paar Experimente damit wie Twitch funktioniert in der letzten Woche sind auch sichtbar.

Fazit: Selbst wenn nur der Download gezählt werden sollte (was ich nicht annehme), müsste ich ernsthaft auf meinen Verbrauch achten und wäre bereits zwei mal über das Limit gegangen.  Mit dem neuen Threshold sollte man sich ausserdem zweimal überlegen, ob man einen Torrent-Downloader nutzen will, der ungezügelt seeded, und selber Videos hochzuladen oder zu streamen könnte ein ziemlicher Schuss ins eigene Knie sein.  Die Grenzen sind äußerst realistisch erreichbar im heutigen Zustand des Internets, und sollten sie sich einmal weitgehend durchsetzen, werden die Anbieter von Alternativen ziemlich attraktiv für einige Intensivnutzer.

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Written by vetaro

29. Juli 2013 um 8:53 pm

Veröffentlicht in Internet

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