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Guide: Leveling in Diablo 3

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Hast du zufällig noch nicht Diablo gespielt bis dir die Eierstöcke abfallen? Möchtest du gerne keine unnötigen Fehler machen, die man verhindern könnte wenn man’s gewusst hätte? Dann hab‘ ich was für dich.

Nach knapp einer Woche habe ich jetzt das Maximallevel 60 erreicht und Normal, Alptraum und Hölle durchgespielt. Und es gibt ein paar Sachen, die ich anders machen würde, wenn ich das nochmal durchziehen würde. Ein paar Irrtümer, die daraus stammen dass ich Diablo 2 intensiv gespielt habe und Blizzard geglaubt habe wenn sie was erzählten.

Ausserdem habe ich mich mit einem Team aus torkelnden Zombies besprochen, mit dem die folgende Liste an Tipps erstellt wurde. Diese Liste bezieht sich einzig auf den Prozess des Levelns bis 60. Über Inferno und damit das Endgame treffe ich hier keine Aussagen.

1. Scheiss auf Schmied und Juwelier

Diese beiden Herren wurden beworben als eine großartige Idee und ein toller Zusatz zum Spiel.
Spoileralarm:  NO.

Es gibt nur eine Funktion die beim Leveling benutzt werden sollte: Das Entfernen von Edelsteinen aus gegemmten Items. Pack 0 Gold in das Training des Schmiedes oder Juweliers, sie sind die Mühe nicht wert. Es verschlingt dein Geld bis zum letzten Cent und du erreichst, wenn du sie levelst, praktisch nie einen Zustand, wo du wirklich was mit ihnen anfangen kannst. Dafür hast du aber nie genug Geld, um auch noch wirklich genug von ihnen herstellen zu lassen.

Zerlege auch auf keinen Fall Items beim Schmied. Statt dessen verkaufe alle blauen Items bei beliebigen Händlern und – wenn du denkst dass ein gelbes (rares) Item besonders gut ist, setz‘ es in das Auktionshaus.

2. Nutz das Gold-Auktionshaus

Ich weiß was du sagen willst. Ich hatte das Gespräch jetzt oft genug. Jaja, du stehst darüber, dir Items von Anderen zu kaufen, du willst mit den Sachen die du dir selber erspielt hast durch das Spiel ziehen weil es deine persönliche Ehre etwas angeht.

Sieh es mal so: Das Gold hast du dir aus Items die du selber erspielt hast gewonnen. Es ist dein Recht, es in Sachen zu stecken die es wert sind. Und wieso ist das AH viel besser als richtiges Loot?

Der Grund ist der: In Diablo 2 besiegte man Gegner und fand andauernd Kram, der über dem eigenen Level war, für den man noch nicht bereit war ihn zu tragen und der oft ein großes Upgrade war.

In Diablo 3 findet man keine Items, die nicht für einen geeignet sind. Jeder Gegner droppt Items, die durchschnittlich 10 Level unter seinem eigenen sind.  Wenn du das Spiel also ganz ernst spielst, findest du z.B. diese Waffe hier

Während du im Auktionshaus für ’nen Appel diese Waffe hier kaufen könntest.

Generell gesagt sind die Items, die du dir dort kaufen könntest, 50% bis 80% besser als das, was du durch farmen findest. Ja, auch wenn du hohen Magic Find hast findest du nichts so gutes.  Und natürlich sind da überall Leute, die eine Level-5-Waffe für 999,999,990 Gold verkaufen wollen, als ob irgendwer so viel hätte und so dumm wäre.

Generell reicht es aber, nach Waffen für genau dein Level zu suchen und sie absteigend nach DPS zu ordnen. Irgendwo dazwischen findet sich immer eine Waffe, die im Sofortkauf kaum teurer ist, als wenn du beim Schmied etwas herstellen würdest. Und dabei besteht nichtmal das Risiko, dass dir völliger Unsinn hergestellt wird, den du für 100 Gold wieder verkaufen wirst.

Spätestens wenn du auf Albtraum spielst, wirst du auch merken wie unfassbar wenig Spaß es macht, ohne das Auktionshaus zu spielen. Die Gegner sind nämlich so gebalanced als ob du die Items aus dem AH tragen würdest. Teilweise hatte ich kaum mehr das gefühl, die HP-Balken der Gegner spürbar verkürzt zu haben, dermaßen wenig Schaden machte ich mit den Sachen die mir droppten. Also ehrlich: Tu’s dir nicht an, kauf dir ’ne Waffe. Auch früh im Spiel. Es gibt auch für Akt 1 schon gute Dinger die du dir leisten kannst.

3. Stelle keine Edelsteine her

Dieser Punkt ist auch sehr wichtig. Während ich diese Worte schreibe, sind die Kosten, um einen viereckigen Rubin herzustellen, beim Juwelier:   3 Rubine,  20 000 Gold.
Die Kosten, den identischen Rubin im Auktionshaus zu kaufen: 4000 Gold.

Wenn du dann die drei vorigen Rubine noch verkaufst, anstatt aus ihnen den besseren zu kombinieren, wird es noch billiger. Wenn du ein paar tausende Gold hast – da du ja deine Handwerker in Ruhe lässt sollte das kein Problem sein – kannst du auch einfach einmal einen Rubin aus der Viereckigen Kategorie kaufen.

Das sind die besten, die man in Hölle finden kann. Wenn du eine Waffe mit Sockel hast, sind 15-30 Bonusschaden ein Upgrade, das viel größer ist als du denkst.

4. Werte-Prioritäten

Ich habe jetzt einen Großteil des Artikels über das Auktionshaus geredet und dabei eine Frage offen gelassen, die auch ziemlich wichtig ist: Wonach soll ich eigentlich die Augen aufhalten?

Die antwort lautet, spätestens wenn du das Ende von „Normal“ erreichst und dich dem Alptraum-Modus näherst:

Waffenschaden > Vitalität > Dein Primärstat > Erfahrung% > Was auch immer du gerne magst. Magic Find oder so.

Wenn du das Gefühl hast, dass du an sinnloser Scheiße stirbst, brauchst du mehr Vitalität. Die einzige Ausnahme sind ein paar Demon Hunter/Wizard-builds, die darauf basieren dass du so gut spielst dass du nicht weggehauen wirst. Wir gehen einfach mal davon aus, dass du nicht so gut bist wie diese Leute und getroffen wirst.

Wenn du einen Helm mit Sockel hast (du solltest immer einen Helm mit Sockel haben), kannst du einen Rubin rein tun, solange du nicht andauernd an irgendwas stirbst, damit du mehr Erfahrung bekommst (und infolge dessen einen höheren Level hast, als du an dieser Stelle im Spiel haben solltest und daher eine noch bessere Waffe tragen kanst). Danach empfehle ich einen Lila stein, für die Lebenspunkte.

Dein Primärwert ist natürlich Geschick für Mönche und Dämonenjäger, Intelligenz für Zauberer und Hexendoktoren und Stärke für Barbaren.

Gold Find und Magic Find sind in der Theorie gute Werte, solange du aber nicht an die 80%+ ran kommst, brauchst du dir eigentlich nicht die Mühe zu machen, weil du den Effekt nicht spürst und, wie wir etabliert haben, die Items die du findest ohnehin alle Müll sind den du verscherbeln wirst.

Boni wie „Pro kill +5 XP“ sind am Anfang ein mildes Lächeln wert und sicher nicht schlimm, werden aber schnell ’ne echte Verarsche, weil sie völlig bescheuert skalieren. Am Ende bekommst du items mit +20 XP, während jeder kleinste Gegner 2000 gibt und du insgesamt 3 000 000 000 brauchst.

5. Bist du ein Melee? This is how you Tank

Falls du einen Mönch oder Barbaren spielst und die Gegner von deiner Gruppe fern halten möchtest, habe ich hier ein paar Hinweise:
a) Spiel nicht stationär. Du kannst fast jedem Schlag ausweichen, vor allem die stärkeren, hart reinhauenden sind oft langsam genug dass du schon wieder weg sein kannst bevor sie aufschlagen. Wenn du wie in einem MMORPG zu Tanken versuchst, wirst du sonst schnell merken, dass deine Heiltränke nicht schnell genug vom Cooldown runter sind.

b) Stuns sind Interrupts. Besonders die besagten starken und langsamen Gegner und ganz besonders Endbosse haben Fähigkeiten, die du an ihrer Bewegung erkennen kannst. Wenn du eine Fähigkeit hast, die den gegner betäubt, kannst du ihn damit unterbrechen. Das funktioniert besonders gut bei den Endbossen des 1. und 4. Aktes und bei allem, was Groß und Dick ist.

c) Diablo 3 hat keine „Aggro“-Mechanik. Gegner funktionieren vor allem nach diesem Prinzip: „Ich laufe auf den zu, der mir am nächsten ist. Wenn einer in Schlagreichweite ist, haue ich zu“. Achte also darauf, näher am Gegner zu sein als deine Ranges. Ausserdem kannst du Gegner erreichen und anstatt anzugreifen zuerst um sie herum laufen, damit sie erstmal ins Leere schlagen.

6. Schatz-Goblins und Fernkämpfer laufen immer in einer geraden Linie vor dir weg.

Wenn du also als Barbar Sprung hast oder dich sonstwie (von dir aus gesehen) „hinter“ einen fliehenden Pigmäen mit Schatz begeben kannst, am besten während er dich noch nicht bemerkt hast, nutz das aus. Auf diese Weise rennt er in die Richtung, wo schon alle Gegner tot sind, anstatt dass du ihn durch Bereiche voller neuer Gegner verfolgen musst.

Noch besser ist es natürlich, sie in Ecken zu scheuchen, weil sie aus denen nicht mehr raus laufen, solange du so stehst, dass sie vor dir weg in die Ecke rennen.

7. Technischer Hinweis: Performance

Ich habe diese erste Spielwoche aus zwei Gründen lange Zeit viel weniger Spaß an Diablo 3 gehabt als ich hätte haben sollen. Der eine ist die aktuell herrschende Hitze. Der andere ist, dass das Spiel auf eine interessante Weise damit umgeht, wenn der PC überfordert ist.

Alle normalen Spiele, wenn sie mehr Performance verbrauchen als dein PC gerade zu bieten hat, fangen an zu ruckeln. Diablo 3 läuft mit perfekten FPS weiter, spielt aber alle Animationen von Spielern und Gegnern langsamer ab.

Aus diesem Umstand kann man jetzt aber keinen Gewinn ziehen („hey, alles ist in Zeitlupe, jetzt habe ich ja genug Zeit,  um zu entscheiden wo ich hin ausweichen will“), denn das Spiel läuft ja 100% online. Da also alle Animationen verlangsamt werden, muss das Spiel anpassen, wo alle Gegner stehen. Du erkennst das daran, dass sich ALLES teleportiert und du nichts dagegen machen kannst. Für Mitspieler siehst du dann exakt so aus, wie es in Diablo 2 aussah wenn man laggte.

Falls du also das Gefühl hast, dass dir das passiert – man merkt es auch daran, dass jede Fähigkeit zu benutzen einen unheimlich lange am Boden festsetzt und der Charakter nicht wegläuft, bis es endlich vorbei ist,  was generell zu spät ist – empfehle ich: Lass alle Grafikeinstellungen oben. Aber
1. Benutze auf keinen fall Windowed oder Fullscreen (Windowed), die beide unanständig viel Performance fressen und
2. Schalte die Auflösung eine Stufe runter.

Ich spiele z.B. in 1600 statt 1900er-Auflösung. Visuell erkenne ich keinen Unterschied, dafür habe ich (nach meiner früheren Spielerfahrung) jetzt aber das Gefühl, durch die Gegend zu rasen wie bekloppt.

Und das war’s erstmal mit meinen Tipps. Das ist all das Wissen, das man nur durch praktische Erfahrung erlangen konnte und das – hoffentlich – noch irgend jemanden davor rettet, die selben Fehler zu machen, die mir und allen meinen Bekannten passiert sind. Zum Abschluss noch ein paar Paint-Zeichnungen, die ich zum Thema gemacht habe.

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Written by vetaro

24. Mai 2012 um 2:12 am

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