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Batman, Eschbach, Skyrim, Bastion, Moers, Gemcraft

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Sechs Themen zum Preis von einem weil ihr so lange warten musstet. Hier ist für die ganze Familie was dabei!

Ehrlich gesagt fand ich bei vielen Sachen einfach nur, dass ich nicht genug zu erzählen hatte um einen eigenen Beitrag zu rechtfertigen – daher gibt es jetzt die Sachen, die mich seit Oktober beschäftigt haben, in einem Abwasch und ohne besondere Reihenfolge.

Batman: Arkham City – Wieder ein Meisterwerk. 0 Fehler oder Stellen, an denen meine Immersion gebrochen wurde. Es gibt keinen Grund, Arkham City nicht zu kaufen.

Und es hat gedauert, bis ich beide spiele doppelt durchgespielt hatte, bis mir bewusst wurde dass man mehrere angreifende Gegner kontern kann, indem man konter MEHRMALS drückt. Es ist mir jetzt ein wenig peinlich,  ich glaube aber dass es auch nachvollziehbar ist.

Als Kenner älterer Spiele war ich einfach überzeugt: Wenn man Konter drückt, startet eine animation die der Batman durchzieht  bis sie fertig ist oder er geschlagen wird. Also habe ich immer gewartet bis alle Gegner angriffen und dann 1x Kontern gedrückt um alle zusammen zu stoppen.  Das war natürlich nicht so leicht und wenig effektiv.

Und erst gestern ist mir klar geworden, dass Arkham City technisch darüber hinweg ist. Die Konter-Animation kann an beliebiger stelle modifiziert werden, so dass Batman dann eben zwei oder mehr Gegner abhält – und das ohne dass seine Animation springt oder irgendwie unecht aussieht.

Bastion – Ist ein Xbox Downloadtitel für 15 €. Auch sehr gut, lang und voll empfehlenswert. Spielt übrigens in der post-Apokalypse einer Steampunk-Welt. Man merkt das aber zuerst nicht, weil man ja nicht weiß wie die Gegend vor der Apokalypse aussah.

 


Skyrim – Habe ich vorerst nicht vor, mir zu besorgen, will ich mir aber ansehen um was dazu sagen zu können. Ich hoffe ja ganz ehrlich für das Spiel, dass es besser ist als Oblivion. Es gibt ein Menge an Sachen die sie besser machen können. Für diejenigen unter euch, die nicht meinen 10 000-Worte-Aufsatz über die Scheißigkeit von Oblivion lesen wollen hier nochmal in Kurzform aller Probleme:

Kampf und Zahlen
– Nahkampf findet mit 2 Tasten statt, von Anfang bis Ende des Spiels. Es gibt keine Variationen.
– Magieschaden kann man vergessen
– Gegner weichen Projektilen aus wie Bots bei Unreal Tournament
– Die Schleich-Engine scheint aus dem letzten Jahrhundert zu sein
– Leveling ist absolut fürn Arsch weil gegner mitleveln
– Wenn man seinen Charakter mit gesundem menschenverstand designt, ist man am ende schwächer als wenn man völlige Scheiße für seinen Charakter auswählt.
– Leveling geht so. Du musst z.B. 20 000 mal Springen oder 70 Stunden einfach nur laufen um die Fähigkeiten dazu zu verbessern. 70 Stunden vorwärts laufen ist nicht witzig.

Story und Athmosphäre
– Niemand hat eine Persönlichkeit
– Der Spielercharakter hat keine Persönlichkeit
– Es gibt keine Gesprächsoptionen die über „Ja ich machs/Nein, später“ hinausgehen.
– Die Handlung wäre für einen Trivialroman zu simpel
– NPCs stehen, sitzen oder liegen. Sie zeigen ansonsten keine Zeichen von Leben.
– Die Gesichtsanimationen hätten sie auch direkt weglassen können, so billig sind die. (Zum Vergleich Oblivion (2008) und Vampire Bloodlines (2004))
– Beinahe ausnahmslos alle Quests sind „Sprich mit“, „Töte“ oder „Bring mir“ und bieten keine Überraschungen oder twists.
– Die Polizei-Engine ist völlig fürn Arsch, sinnlos bis zum Anschlag und frustrierend wie nichts.
– Die „riesige, lebendige“ Spielwelt ist letztendlich völlig egal, weil es eh nichts relevantes zu tun gibt.

Wann immer jemand Oblivion mir gegenüber gelobt hat, sprach er von irgend einem fangemachten Mod. Den ich natürlich auf der Xbox nicht erleben konnte. Abgesehen davon, dass Mods nicht zählen, wenns um die Bewertung des Spieles geht.

Aus meiner Sicht bleibt an Oblivion eigentlich NICHTS mehr übrig, was es irgendwie gut macht. Da die Trailer von Skyrim niemals irgendwas gezeigt haben, was mit meinen oben genannten Punkten zu tun hat, nehm ich einfach mal an, dass sie in der Hinsicht auch nichts verbessert haben.

Ich würde mich freuen, wenn Bethesda endlich gecheckt hätten, was an den vorigen spielen so scheiße war – genauso zufrieden wäre ich aber wenn ich Skyrim zurecht in den Boden stampfen könnte.

Walter Moers: Das Labyrinth der träumenden Bücher – Ich hab‘ alle 7 Moers-Romane gelesen seit er dazu übergegangen ist, statt Hitlercomics Bücher zu schreiben. Und das bedeutet eine Menge, denn als sein erstes Buch rauskam war ich mit Neun noch derart Lesescheu, dass ausser Pratchett praktisch kein Buch meine Aufmerksamkeit gewann.

Die sechs Zamonien-Bücher sind einfach ideal um Leute zum Lesen zu bringen, vor allem wenn sie Worte genauso großartig finden wie der Moers selber. Sein zwanghafter Aufzählwahn und das Desinteresse an all den high-low-Genres der Fantasy sind beinahe unbeschreiblich gut.

Das „Labyrinth“ ist vielleicht noch das schwächste seiner Werke. Der Titel ist enorm unpassend (Das Labyrinth kommt gar nicht vor, Bücher auch kaum. Statt dessen Puppenspiel) und führt dazu, dass man die ganze Zeit Dinge erwartet, die aber gar nicht kommen.

Bis zum Ende entsteht eigentlich kein Spannungsbalken, weil es keinen richtigen Konflikt oder interessante Ereignisse gibt – ehrlich gesagt habe ich die ganze zeit auf meine Zamonien-Karte geschaut und mir überlegt, was für interessantere Gebiete er in einem Buch hätte behandeln können.  Dennoch bleibt das Moers-Niveau die ganze Zeit hoch und trotz der Handlung und dem Setting lesenswert.

An einer Stelle besucht der Protagonist ein Puppentheater und erlebt die Aufführung seines letzten Buches. Dabei stößt ihm immer wieder auf, wie es gekürzt wurde und Szenen entfernt wurden. Ich rede mir ein, dass der Moers dabei verarbeitet, wie es ihm selber ging, als er das Musical zu seinem ersten Buch sah.
Ein in seiner Qualität kaum messbares Werk, aber die Art wie da insgesamt bestimmt Fünf von den 13,5 Leben einfach kommentarlos übersprungen wurden muss für den Autor genauso traumatisch gewesen sein wie für mich.

Es wird noch ein Buch folgen, das die Handlung vom „Labyrinth“ weiterführt – ich würde vielleicht raten, mit dem Lesen dieses Werkes zu warten, bis das Nächste in greifbarer Nähe ist, damit man nicht zu lange mit dem Cliffhanger leben muss.

Ausserdem finde ich es witzig mir vorzustellen, dass der Moers vermutlich der bekannteste Deutsche ist, von dem keine Sau weiss wie er aussieht.

Andreas Eschbach: Herr aller Dinge – Kenner wissen, wie sehr ich den Mann mag. Er hat sich fest als mein zweitliebster Autor etabliert, und mit diesem Buch kriegt er das schon wieder hin. Zusammen mit Ein König für Deutschland und dem Jesus-Video liegt Herr aller Dinge jetzt bei den besten Büchern von ihm die ich kenne.

„Wenn das, was sie sich da ausgedacht haben, funktioniert, dann ist das nicht einfach nur eine Erfindung. Dann ist das eine Zeitenwende. Ein Jahrtausendprojekt, vergleichbar allenfalls mit der Zähmung des Feuers. Damit verändern sie die Welt.“

Zuerst eine ganz wichtige Warnung: Falls ihr durch meine Beschreibung Interessiert werdet – bitte lest keine Klappentexte oder sonst was. Dies ist eines der Bücher, bei dem es am schönsten ist, wenn man nicht weiß, worauf es hinaus läuft.

Aber soviel kann ich sagen: Es handelt sich um Science Fiction im alten Sinne – eine Geschichte, die den Gedanken bis zum Ende führt, „was wäre wenn [technische Entwicklung] funktionieren würde?“.

Und der Herr Eschbach macht es wieder auf die richtige Weise. Die Geschichte bleibt die ganze Zeit persönlich. Die beiden Hauptfiguren, die man zuerst als Kinder kennenlernt,  begleitet man durch ihr ganzes Leben, während die Ereignisse sich entwickeln und massive, globale, weltverändernde Ausmaße annehmen.

Und die ganze Zeit kümmert er sich auch um die Logistik der Situationen. Es ist nicht einfach nur „Es ist halt wissenschaft, das hier geht jetzt halt einfach“ sondern er füllt immer die interessanten Details aus. Die Fragen, die mir kamen, wurden alle beantwortet. Und ich stelle nunmal schon ziemlich kleinliche Nachfragen an.

Ich empfehle nochmal, dass ihr einfach nicht nachschaut, was genau die Erfindung ist, bis sie im Buch selber stattfindet. Ansonsten spoilert ihr es euch echt heftig. Und hier ist zufällig eine Liste mit Links, die zu irgendwelchen Daten führen, die möglicherweise irgendwie das Hörbuch enthalten könnten. Nehmt sie euch schnell, bevor die Regierung davon Wind kriegt und sie wegmacht!

 

Gemcraft Labyrinth – Zum Abschluss noch ein Flash-Spiel. Mit Gemcraft habe ich ungefähr 50 Stunden meines Lebens verbracht. Dafür, dass es 0 bzw. 3 € kostet, finde ich das ziemlich okay. Gemcraft ist die möglicherweise beste Tower Defense-Variante die es gibt, was Qualität, Quantität und Originalität angeht.

Selbst wenn man jeden Level nur ein mal spielen würde, wäre das spiel immer noch so lang wie ein  vollpreis-Produkt. Und es ist bis zum Ende kostenlos und machbar, ausser man möchte unendlich lange dauernde Level und in die wirklich, wirklich heftigen Bereiche des Spiels eintauchen ( z.B. 1337 Wellen lang gegen 4x so viele Monster mit 10x so vielen HP kämpfen die Superschnell, supergerüstet und auch noch Bosse sind). Es ist möglicherweise das erste mal, dass ich „Free to Play“ für einen angemessenen Ausdruck halte, und nicht für einen Euphemismus für „Testversion mit der du eh nichts anfangen kannst“

Mein geheimtipp: Wenn du stark genug bist, skalieren die kritischen Treffer der gelben Gems irgendwann härter als alle anderen Boni, besonders wenn du sie in eine Falle tust. Als dreifarbiger Gem mit Multihit und Mana Gain erreicht man dann die Gefilde, in denen Imba noch wirklich was bedeutet.  Hier ist der Link zum Spiel.

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Written by vetaro

12. November 2011 um 2:38 am

Veröffentlicht in Uncategorized

5 Antworten

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  1. also was du zu skyrim schreibst ist ja wohl ein witz. entweder hast du das spiel nicht gespielt, oder nicht verstanden. was du zu dem levelsystem schreibst ist einfach nur lachhaft. abgesehen davon das gegner nicht mitleveln, kann man „springen“ oder „laufen“ nicht verbessern, also föllig egal wie lang du wohin läufst.
    „- Wenn man seinen Charakter mit gesundem menschenverstand designt, ist man am ende schwächer als wenn man völlige Scheiße für seinen Charakter auswählt.“ das trifft vielleicht auf dich zu und was du unter „gesundem menschenverstand verstehst“…
    aber dank dem internet kann ja jeder sein halbwissen im netz verbreiten; informier dich in zukunft lieber über die spiele bevor du dich nur lächerlich machst 😉

    Hans Wurtst

    15. November 2011 at 4:34 pm

  2. Wenn du nochmal nachliest, wirst du feststellen, dass ich über Oblivion spreche und ausdrücklich sagte dass ich Skyrim noch nicht kenne.
    Das hätte dir auch an der stelle auffallen können, an der du merktest dass man Springen und Laufen überhaupt nicht verbessern kann und ich trotzdem darüber rede.

    vetaro

    16. November 2011 at 7:46 pm

  3. Oh man, auch wenn der Poster vor mir deinen Oblivion-Hassartikel nicht richtig gelesen hat, so hat er doch Recht, wenn er sagt, du hättest die Spiele nicht richtig verstanden. Ich muss dir zwar absolut zustimmen, wenn du dich darüber muckierst, wie schlecht doch die Mainquest und diese charakterlosen NPCs sind, doch setzen Oblivion und auch Skyrim einfach ganz andere Schwerpunkte, als du offensichtlich von einem Spiel erwartest. Das Besondere ist einfach die Freiheit alles machen, alles beliebig kombinieren zu können und seinen Spielecharakter durch die Art und Weise wie man spielt zu definieren und nicht durch vorgegebene Antwortmöglichkeiten beim Gespräch mit dem virtuellen Gegenüber. Dazu kommen diese riesige Welt mit unzähligen Nebenquests und Dungeons (welche im übrigen die Gründe dafür sind, dass ich es Spiele, nicht die Mainquest). Warum sollte Bethesda dieses erfolgreiche Spielekonzept ändern? Viele haben das Spiel gern gespielt. Soll man die vergraulen um ein paar Leute, die es nun einmal nicht so dolle finden, etwas zu beruhigen? Das hat man, zum Glück der vielen Fans, nicht getan. Wenn du die Art und Weise eines Spiels nicht magst, dann lass es doch einfach im Regal liegen. Du würdest dir und den Fans einfach eine Menge Ärger ersparen. Einfach chillen und das zocken was man mag.

    Richard

    20. November 2011 at 2:33 pm

  4. Skyrim ist äußerst ordentlich! Zumindest finde ich nach 19 Stunden nichts „Weltbewegendes“ zu bemängeln. Habe aber zuletzt Morrowind in der Reihe gespielt und Oblivion komplett ausgelassen. Wobei… „Springen“ und „Laufen“ könnte man vielleicht verbessern. Aber das hast du ja bereits oben in deinem Testartikel über Skyrim ausgeführt, Vetaro 😉

    elbenno

    20. November 2011 at 4:49 pm

  5. Also echt wie du hier über Skyrim und nukleare Terrornazizombies redest ist total unangebracht. Am schlimmsten ist der Abschnitt mit dem Fußpilz. Entweder du hasst Weg-Bier oder du bist son Abstinenz-Spinner.

    Philippe

    22. November 2011 at 7:29 pm


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