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11 Stunden Final Fantasy

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Hier ein paar Kommentare zu FF XIII

Wie ich vor längerem mal gesagt hatte, ich wäre mit allem zufrieden gewesen, dafür, dass ich endlich ein Final Fantasy nicht auf einem Handheld spielen könnte. Ich hätte vielleicht ein wenig mehr fordern sollen.

Mein Spielzeit-Counter zählt gerade genau 11 Stunden und 30 Minuten (möglicherweise war ich allerdings mal ’ne weile Afk und er lief dabei weiter). Hier nur ein paar Stichpunkte:

* Obwohl der zweite Spielercharakter den man trifft ein schwarzer mit Afro und einem Baby-Chocobo in den Haaren ist, handelt es sich bei ihm nicht um den comic relief-Charakter, was mich sehr überraschte. Ich hatte angenommen, Japaner fänden Afros grundsätzlich schon so witzig, dass es gar nicht anders sein könnte. Er lächelt aber nichtmal.

* Niemand erwähnt auch nur, dass dieser Typ einen fucking Baby-Chocobo in seinen Haaren nesten lässt. Absolut niemand acknowledged seine Existenz.

* Ausnahme: An einer Stelle lässt Vanille ihn auf ihren Händen sitzen. Dabei redet sie aber allgemein, nicht speziell zu ihm, das zählt also nicht.

Dieses Ding sieht bedrohlich nach der Station aus, in der Sephiroth herangezüchtet wurde, in Wahrheit dient sie aber nur dazu, eine Tür aufzumachen.

* Der erste Charakter, der eine Beschwörung bekommt, ist Snow. Er beschwört ein extrem schwarzes und ein extrem weisses Mädchen, die scissorn, wenn sie sich in ein Motorrad verwandeln.
Ich sach nur eins: Die Japaner mit ihren kinks können einen manchmal echt Beeindrucken.

* Der Cid in diesem Spiel ist, man würde es kaum glauben, ein wichtiger Nebencharakter, der Chef eines beeindruckenden Luftschiffes ist.

* Beeindruckende Luftschiffe sind Beeindruckend.

* Vanille ist ausserdem bis jetzt eine Rikku mit anderer Frisur.  Sie ist grundlos und ununterbrochen das gesamte Spiel hindurch auf herumhopsende Weise fröhlich. Ich gehe aber davon aus, dass sie mehr weiss als die anderen Charaktere. Die muss einfach in irgendwas eingeweiht sein oder so, so ist doch kein normaler Mensch drauf. Ausser Rikku natürlich.

* Fast alle Charaktere treffen sehr zu Beginn der Handlung aufeinander. Eigentlich ist der Punkt, an dem alle zum ersten mal in einer Kamera-Einstellung zu sehen sind, wenn alle auf Lightnings Schwester treffen. Diese hat in exakt jenem Moment ihre Aufgabe erfüllt.
Ich nehme daher an, dass ihre Mission war, alles zu arrangieren, so dass die Charaktere zusammen kommen. Möglicherweise hat sie auch ein paar Dinge manipuliert. Sie sagt zwar selber, dass ihre Mission war, den Planeten zu retten, aber der Aussage traue ich nicht. Der Planet erscheint zu jenem Zeitpunkt ziemlich ungerettet.
* An einer Stelle in der bösen Festung hopst Vanille superhappy herum und klettert einfach auf irgend eine Statue, hinter der sie überraschend eine Waffe findet, die so gut für sie geeignet ist, dass sie sofort damit umgehen kann, obwohl das Ding ziemlich kompliziert aussieht (stellt euch eine Heugabel vor, deren Spitzen man wie Harpunen abschießen kann – um die Leute damit zu peitschen).
Das ist mein haupt-Argument, warum entweder sie oder Lightnings Schwester ’n Geheimnis haben.

Ich hab es bisher noch nicht erwähnt, aber. Dieses Spiel ist sehr schön. Ich beobachte regelmäßig aufmerksam, ob Lightnings Haar im Wind weht, um mir sicher sein zu können, dass ich gerade ingame-Grafik sehe, und kein vorgerendertes Video. FF XIII kämpft garantiert um einen der höchsten „schöne Spiele“-Plätze für die Xbox, und auf der Playstation 3 sollte es immer noch gut mithalten können.

Hier ist eine Action-Szene. Sie enthält keine Spoiler, ausser ihr haltet es für überraschend, dass die Guten mal von den Bösen angegriffen werden, und dass die Spielercharaktere aufeinander treffen.

Bis Minute 4:45 kommt eine Render-Sequenz, Spielgrafik und dann ein Kampf auf Snows Beschwörung. Das danach ist recht egal.

* Das Kampfsystem gefällt mir insofern sehr gut, als dass man sich praktisch überhaupt gar nicht mehr damit auseinander setzt, irgendwelche Skills auszuwählen.
Das Spiel ist so klug, dass es selber in der Lage ist, zu entscheiden, ob man Feuer oder Eis, Ziel- oder Flächenschaden braucht, wenn man die „Auto“-Taste auswählt.  Und die NPCs steuert es ohnehin selber, auch die klappen großartig.

Statt detail-Befehlen kann man seine Aufmerksamkeit auf folgendes Richten: Klassenwechsel mitten im Kampf, falls man Heiler, Buffer, Tank oder Schaden braucht – und das Combo-Meter.

Oh nein, die Wand ist fast so hoch wie ich sodass ich mühelos drunter durch kriechen könnte! Ich muss aussen rum laufen!

„Oh nein, ich könnte unter dieser schwebenden Wand durch laufen ohne mich zu ducken! Ich muss aussen rum!“

* Das Combo-Meter ist ein wenig kompliziert, aber ich erklär’s trotzdem: Wenn man gegner schlägt, steigt der Balken rechts oben im Bild etwas an, und die Prozentzahl darunter erhöht sich. Jeder Schaden gegen den Gegner wird mit dieser Prozentzahl multipliziert.

Der Balken schrumpft automatisch wieder langsam, wenn niemand dem Gegner Schaden zufügt. Ist er wieder am linken Ende, wird die Prozentzahl auf 100 zurück gesetzt.

Erreicht der Balken jedoch das rechte Ende , wird der Gegner geschockt. Der Balken entlädt sich jetzt sehr langsam, gleichzeitig erhöht aber jeder Treffer die Prozentzahl sehr viel stärker, wie in den folgenden Bildern zu sehen ist:

Erreicht der Balken wieder das Linke ende, wird der Counter auf 100% zurückgesetzt und man kann von Vorne anfangen Das ist ein wirklich spannendes System, das das klassische „Warte bis du dran bist, dann wähle Fähigkeiten“ gebührend ersetzt. Es verwandelt das Spiel ausserdem in ein spannendes „bring die Zahlen an ihre Grenzen“, denn wenn man seinen Standardschlag um 999% erhöht, is Spass inner Hütte angesagt.

Würde mich übrigens nicht wundern, wenn man nachher Items fände, mit denen man dieses 999% überschreiten kann.

* Das Leveling-System erinnert an Diablo 2 (und FF X natürlich). Man Denke an die Skill-Trees aus Diablo 2. Bei XIII sind die meisten Fertigkeiten hier Boni auf Lebenspunkte, Kampfkraft und Magiekraft, dazwischen sind manchmal neue Fähigkeiten oder passive Boni.

Das ganze ist aber nicht in einer langweiligen 2D-Liste arrangiert – sondern dreidimensional, auf schwebenden kreisen. Das ändert aber nichts daran, dass die Skill-Bäume weitestgehend lange Linien sind, von denen manchmal Abzweigungen abgehen.

* Man gewinnt nicht mit jedem neuen Level einen Skillpunkt. Es gibt keine Level.
Sondern: nach jedem Kampf bekommt man, abhängig davon, wie phat man die Gegner gepownt hat, eine ganze Menge Punkte, die man frei in alle freigeschalteten Bereiche verpulvern kann. (Dabei interessiert sich das Spiel für den Schaden pro Sekunde und die Dauer des Kampfes, verglichen mit einem „Normalwert“)

* Ja, es gibt wirklich nur drei Attribute. HP, Angriffskraft, Magie. Und es funktioniert großartig. Aber verratet das nicht den Leuten von WoW, ich bin schon lange genug besorgt, dass das Spiel in 4 Jahren mit dem Munchkin-System funktioniert.

* Witzig: Zehn Minuten nachdem man im Spiel gerade Objekte gefunden hat, mit denen man Sonnenschein und Regen herbei rufen kann (wodurch die Gegner in der Gegend  gewechselt werden), stehen die Charaktere im Regen und bestehen darauf, dass der Regen hier nicht mehr so schnell aufhört, wenn er erstmal angefangen hat.

Ja, böhh, wenn ihr so blöd seid und euch nicht eines von den „Schönes Wetter“-Orbs mitnehmt…

* Hier noch eine der weltberühmten blabla-Phrasen aus Final Fantasy. „Ohne Hoffnung zu sein, das ist keine Art zu leben. Nur eine Art zu sterben.“

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Written by vetaro

17. März 2010 um 11:11 am

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