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Essen sie das noch? Sonst verwandle ich es in ein Frettchen.

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Der folgende Beitrag ist für Erwachsene. Da Menschen unter 18 Jahren unfähig sind, auf „Den Rest des Beitrags lesen“ zu klicken, ist er 100% Kindersicher.

Gestohlen von Herrn Lajeunesses Facebook-Seite.Simon Louis Lajeunesse arbeitet an einer Uni in Montreal. Vor ein paar Monaten wollte er rausfinden, ob der Konsum gewisser Filmchen Männer zu Gewalttätern macht. Er hatte aber ein Problem.

Er konnte keine Kontrollgruppe finden. Es gibt praktisch keine Männer, die diesem Genre nicht ausgesetzt sind.

Während Herr Lajeunesse in seiner Studie dann klarstellte, dass diese Filme also nicht zu Gewalt und Ausartungen führen, fällt mir dazu etwas anderes auf: Dafür, dass 100% aller Männer sich mit diesem Thema beschäftigen, sind sie aber ziemlich schweigsam darüber.

Und da habe ich keine Lust mehr drauf. Ich mache jetzt mein Coming-Out und rede über das Thema.
Wisst ihr was es gibt? Chats für Erwachsene, in denen Rollenspiel betrieben wird. Rollenspiel für Erwachsene. Und ich halte mich in diesem Thema für erfahren. So chats gibts überall im Internet.  Wenn man die drei Worte bei Google eintippt, findet man genug Resultate. Second Life ist voll davon. Und in Furcadia gibt es ganze Bereiche nur für Erwachsene, die gut besucht werden.

Und auch solches Rollenspiel verwandelt offensichtlich niemanden in einen Straftäter oder in Besessene.

So funktioniert das.

Um kurz Aussenseiter in Chat-Rollenspiel einzuführen: Hierbei kooperieren meist zwei Spieler, um gemeinsam eine Geschichte zu erzählen. Jeder übernimmt die Rolle einer Figur, und die beiden erzählen (meistens je als personeller Erzähler) abwechselnd, was ihre Figur tut. Im besten Fall bekommt man dadurch ansehnliche Erzählungen.

Im Falle von Rollenspiel für Erwachsene drehen sich die Geschichten ab irgend einem Punkt natürlich gerne um ein gewisseses Thema, und abhängig von der persönlichen Präferenz können sie umschreibend sein wie mein aktueller Beitrag oder vulgär genug, dass der Text aus mehr Zensursternchen als Buchstaben bestünde, wenn jemand ihn zensieren würde.

Was die Leute sich erzählen liegt natürlich völlig an ihnen selbst. Anfänger beginnen meist mit typischen Fantasy-Geschichten, weil eben jeder D&D oder in Deutschland DSA kennt. Manche Spieler beginnen irgendwann, komplizierte Geschichten zu erzählen – andere haben soetwas gar nicht vor. Viel hängt auch von den teilnehmenden Charakteren ab – wenn jemand einen 20 Meter großen Drachen oder eine Zentaurin spielt, kann man nicht erwarten, dass die Szene in einem Lebensmittelgeschäft spielen wird. Drachen müssen draußen bleiben.

Und natürlich haben die Leute auch die Wahl, was sie spielen wollen, wenn es um Bettgeschichten geht. Und hier wird’s eigentlich interessant, denn wenn man lange genug in solcher Gesellschaft rumhängt, bekommt man einiges zu sehen. Wenn die Leute die Gelegenheit haben, fallen ihnen überraschende Dinge ein. Was mir dafür auffällt: Je spezifischer und seltener die Ideen der Leute sind, desto, nun, ausgefeilter ist ihr Stil, und desto sympathischer sind sie mir.

In einem normalen „Rollenspiel-Chatroom“ (sehr allgemein), der über Google ganz einfach gefunden werden kann, sitzen unter anderem „Hot_Boy_4Girls“, „Luv_u_21“ und „Country Guy“ und unterhalten sich so: „18-22 any1 wants to talk“; „iam bored u wanna p2p“, und wenn man einen weiblichen Namen hat, wird man angeflüstert mit „want to fuck“. Wenn man verneint, werden die Leute pampig und ignorieren einen sofort, oder meckern einen an wie man sich das erlauben könne.

Dort, wo ich mich so rumtreibe  (eher spezialisierte chats), sprechen Leute in ganzen Sätzen (ich weiß, das ist für viele Leute, die sich mit chats auskennen schwer vorstellbar) und die Leute sind (abgesehen von der Tendenz, interessante Links zu posten) wirklich umgänglich.

Wie mir einer der Chat-Admins namens Chance mal erzählte, ging er manchmal andere chats vor umherziehenden Störenfrieden warnen. Er versicherte mir, er habe noch nie derartig angenehme Gentlemen getroffen wie im Hard Vore Chat (wirklich spezialisiert). Ich meine, die Leute erzählen sich Geschichten davon, wie ihre Charaktere sich fressen, mit Blut und Tod und allem, aber die Spieler gehören wohl zu den nettesten Personen in den Sphären des Blagoblag!

Es gibt Leute, die auf wilde Dinge stehen. Ein paar davon möchte ich mich kurz widmen. „Vore“ habe ich ja schon erwähnt – dabei geht es darum, Leute zu essen. Diese Vorliebe wird in „Soft“ und „Hard“ unterteilt. In der einen Version ist es eher ein Spaß für die ganze Familie – niemand tut sich weh oder stirbt, die Leute werden meist am Stück gegessen (oder Teile von ihnen, um dann wieder frei gegeben zu werden). Die andere Art ist Tierdoku-Realistisch.

Was sehr wichtig zu erwähnen ist: All diese Sachen sind Fantasien. Die Leute haben nicht vor, das in Echt auszuprobieren. Einerseits, weil die Art, wie sie es sich vorstellen, in der echten Welt nicht funktionieren würde – andererseits, weil sie ein funktionierendes Gehirn besitzen. Die Leute sind – so wie die Männer in der Studie oben hier im Text – in der Lage, Fiktion und Realität auseinander zu halten. Es ist ganz wichtig, das hinzuzufügen, irgendwer zieht sonst immer irgendwelche Schlüsse und dann berichten wieder irgendwann die Nachrichten über diese schrecklichen Leute, die sich im Internet rumtreiben.

Bei manchen Sachen kann man auch kaum anders als zu merken, dass es unrealistisch ist. Bei Inflation und Ballooning werden Leute mit Gasen oder Flüssigkeiten aufgepumpt, bis sie rund sind. Abhängig von der persönlichen Präferenz hat man dann einen ganz aufgeblähten Körper oder vielleicht nur den Torso rund, dabei Arme und Beine normal. Vielleicht haben sie irgendwo einen Stöpsel. Manche mögen es auch, wenn man am Ende platzt – und ein Teil von denen wäre nur dann dafür, wenn man sie danach wieder zusammenflickt.

Transformation. Bei Transformation geht’s darum, ein irgendwas in irgendwas anderes zu verwandeln. Gerne werden natürlich die Charaktere verwandelt. Aber in was hängt von jedem selber ab. Ich kenne Spieler, die in jeder Szene Transformation drin haben wollen, weil das ihr Lieblingsthema ist.

Das heisst aber nicht, dass sie sich einfach mit einem anderen Transformation-Fan treffen könnten. Natürlich hat jeder seine eigenen Vorstellungen. Manche wollen in Gegenstände verwandelt werden. Oder in kleinere oder größere Lebewesen. Manche wollen teilweise verwandelt werden.

Vielen ist auch die Art und Weise wichtig – „Mit Magie“ ist vielen zu platt, sie möchten das lieber genauer erklärt haben. Mit Injektionen, Pillen oder direkt mit Behandlungen auf atomarem Level. Oder einfach indem man sich mit Transformationsfarbe anmalt, natürlich. Gerne mit genauen Details, wie es sich anfühlt, aussieht und funktioniert.

Das war nun wirklich nur ein kleiner Blick auf ein paar Themen, die eher auffällig als sehr verbreitet sind. Vielleicht mag es so scheinen als wären das ja eigentlich gar keine Bett-Themen. Aber andererseits: Leute festbinden oder Ledermasken aufsetzen hat auch nicht explizit mit kollidierenden Körpern zu tun, und dennoch zählen Leute es dazu. Es verschafft Leuten eine bestimmte Art von Befriedigung, und daher zähle ich es auch dazu – und die meisten Leute würden zustimmen, dass Inflation durchaus zählt. Kommt ja auch darauf an, mit welcher Flüssigkeit man das macht, gell.

Es ist wohl auch schon aufgefallen, dass fast alle der Bilder hier Furries featuren – das liegt daran, dass ich mich eben in solchem Kontext bewege. Es kommt aber auch daher, dass es eben oftmals zusammenfällt: Nerd-Furry-Fetischist.

Untote Kettensägen-Drachin

Eine andere Angelegenheit, an die man als Rollenspieler von solchen Themen schnell stößt: Was ist, wenn jemand ein anderes Geschlecht rollenspielt? Ich denke, wir sind alle über die Phase hinweg, in der man mit „Iih schwuul!“ reagieren würde. Allgemein bemerke ich, dass Spieler, die mit ihrer eigenen Geschlechter- und Ausrichtungs-Identität im Reinen sind, dazu neigen, sich keine Sorgen über das Thema zu machen. „Ich spiele nur mit weiblichen Charakteren, deren Spieler auch weiblich sind“ ist ein Grundsatz, der nicht nur selten vorkommt, sondern auch von den Problemen des Grundbesitzers selber spricht.

Tatsächlich gibt es nennenswert große Mengen an Spielern, die sogar direkt ‚was völlig anderes Spielen. Während einige Charaktere einfach alle primären Geschlechtsmerkmale vermissen lassen, haben sich andere bei deren Verteilung mehrmals gemeldet. Das ermöglicht viele Fragen, unter anderem „Wie funktionieren deren innere Organe?“, „Brauchen wir neue Anredeformen?“  und „Müssen jetzt alle öffentlichen Gebäude neue Toiletten bekommen?“

Okay. Was würde Herr Lajeunesse dazu sagen? Ich schätze, er wäre sehr froh, dass all diese Leute ihre Vorstellung von der Realität trennen können. Denn wer möchte schon von einem Mann getötet werden, der sich für einen roten kannibalistischen hermaphroditen Zombiedrachen mit Kettensäge hält.

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Written by vetaro

7. Februar 2010 um 3:11 pm

Veröffentlicht in Internet

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3 Antworten

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  1. Das Bild im Transformationsabschnitt ist ja super :O

  2. […] ein extrem schwarzes und ein extrem weisses Mädchen, die scissorn, wenn sie sich in ein Motorrad verwandeln. Ich sach nur eins: Die Japaner mit ihren kinks können einen manchmal echt […]

  3. etwas lange her aber, wo finde ich das letzte bild mit der roten zombie drachen anthro? das ist ja mal echt kultig^^
    hab überall gesucht aber ich kanns nicht finden…

    comment X

    8. April 2012 at 5:59 pm


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