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Gedanken zu Silent Hill Homecoming

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Heute gekauft. Ich weiß wenig darüber, ausser dass es nicht super ist und dass mal wieder kein Versuch getan wurde, Silent Hill 2 das Wasser zu reichen. SH 1-3 hab‘ ich als Let’s Play mal gesehen.

Also, wie ist es? Nun, es ist sehr ähnlich wie die ersten drei Spiele. Das Gameplay sieht fast identisch aus, auf einem kleinen Monitor könnte man wahrscheinlich Silent Hill 2 und Homecoming nicht sofort unterscheiden.

Man läuft immer noch herum, trifft auf Monster, muss manchmal Rätsel lösen und all das. Solange man keine Karte hat, ist man normalerweise absolut orientierungslos, und 80% aller Türen sind für immer abgeschlossen. Ich hätte gedacht, wenigstens in der Hinsicht hätte es mal Fortschritte gegeben.

Das Spiel ist also – und ich fürchte, das ist eine seiner größten Schwächen – Linear. Ich bin nun etwa 4, 5 Stunden hinein und hatte an keiner Stelle auch nur die chance, „nein“ zu sagen.

Ich bemühe mich aber auch, an das Rätsel heran zu kommen. Das Spiel beginnt unvermittelt und erklärt einem nichts. Aber Silent Hill war doch schon immer reich an Symbolen und dergleichen.

EDIT: Nachdem ich das Spiel nun durchgespielt habe, ist klar, warum Homecoming nicht so gut ist wie Silent Hill 2. Weil es sich nicht einmal bemüht.

Ich habe sogar im Nachhinein den Eindruck, dass sich die Macher des Spieles extrem darum bemüht haben, nicht so ein gutes Spiel wie SH2 zu machen. Silent Hill 2 ist einfach ein Gesamtkunstwerk. Jeder einzelne Aspekt, jeder Gegner, jeder Dialog, jeder Hintergrundsong, jede Location – und besondes Pyramid Head – alles macht Sinn im Kontext des Spieles, alles bedeutet etwas und führt in Richtung Ziel. Jede Aktion der Spielfigur beeinflusst das Auskommen der Handlung.

Und all das ist nicht der Fall in Homecoming. Und deshalb ist es kein Wunder, dass es nicht an Silent Hill 2 heran kommt. Aber das ist in Ordnung. Ich meine, ihr habt’s ja schließlich nicht mal versucht.


Der rest dieses Beitrags besteht nur aus meinen Deutungsversuchen und Spoilern während ich das Spiel spiele, ich bemühe mich dabei nicht so sehr darum, nachvollziehbar zu schreiben (wie sonst immer).

Wahrscheinlich ist er nur interessant, wenn man das Spiel bereits durchgespielt hat. Die Informationen kommen ausserdem nicht unbedingt in der Reihenfolge, in der sie im Spiel auftreten.

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Also: Die Hauptfigur, Alex, ist in einem Krankenhaus, in dem brutale brutalität abgeht. Er findet seinen kleinen Bruder, der auch sein Sohn sein könnte, dieser reagiert aber kaum und rennt weg, sobald er ihn erreicht. Feinde: Krankenschwestern ohne Gesicht, mit hyper-Minirock und Riesenausschnitt. Stehen die etwa wieder für Sexualität, wie in Teil 2? Steht er auf die Schwestern? Ist er auch irgendwie sexuell straffällig?

Irgendwann bricht der Traum ab, Alex findet sich in einem Truck mit dem Typen, der mich an Silent Hill Origins denken lässt. Die Stadt, die genauso heisst wie Alex mit Nachnamen (Shepherd, also Hirte) ist vom Verlassenen Nebel eingehüllt und fast völlig verlassen, die einzigen übrigen Leute scheinen alle in ihrer eigenen Welt gefangen.

Der Ort grenzt an den Toluca Lake – ich glaube, der ist auch ein Teil von Silent Hill. Nachbarstadt?

Zuhause ist niemand. Bilder sind von der Wand genommen, Alex Spielsachen fehlen, wie er feststellt. Ein Brief enthüllt, das seine Mutter ihm schreiben wollte, sie hat ihn aber nie zuende geschrieben. Alle Anzeichen, dass Alex hier mal gewohnt hat oder zur Familie gehörte, sind fort.

Der Vater, Polizeichef, scheint irgendwas im Schilde zu führen: Auf einem Foto liegt in seinem Raum ein getöteter Monsterhund, an der Wand sind Hackebeile, die der Pyramid Head siherlich auch nehmen würde, wenn er sein Schwert mal verlöre. Alex durfte den Raum nie betreten.

Ein anderes Foto zeigt, dass die Richterin des Ortes einmal besorgt Mutter aufgesucht hat. Die Familie hat also irgend ein Problem mit Alex. Entweder hat er dreck am stecken, oder sie. Seine Mutter scheint nicht so schlimm drauf zu sein – sie ist nur katatonisch – aber der Vater ist garantiert irgendwie schlimm. Alex Bruder scheint jedenfalls ein eigenes Problem mit ihm zu haben, vielleicht ist er Wütend oder so auf etwas, dessen Alex sich nicht bewusst ist.

Die Kinderzeichnungen (von Alex kleinem Bruder) die ich finde, zeigen, dass Kinder verschwinden, weil sie „ungezogen“ sind. Ein großer dunkler Mann hat sie genommen. Auf einem Bild sind 12 Kinder unter der Erde vergraben. Andere Bilder zeigen tote Hasen – die wohl eine Familie darstellen. Ein Hase ist auch das Beschützer-Stofftier des kleinen Bruders, ich bin mir aber nicht sicher, ob dieser seinen Hasen gerade hat oder nicht.

Ansonsten treffe ich auf Gegner die aussehen wie die Nekromorphen aus Dead Space, sie haben riesige klauen-Arme und laufen irgendwie kopfüber. Sie sehen aus wie Spinnen. Alex kleiner Bruder ist von Spinnen fasziniert. Stehen sie für ihn?

Danach laufe ich verschiedene Gegner ab, die man alle schon kennt. Slams aus Silent Hill 3, die aussehen wie Basketballspieler, die Punching Bags als Arme haben, Killerskarabäen, und einmal läuft der Pyramidenkopf vorbei, lässt uns aber in Ruhe. Ich hoffe, das war nur ein Cameo. Andererseits scheinen die meisten Gegner hier Cameos zu sein.

Der Bürgermeister der Stadt hat seinen Sohn verloren. Als man ihn trifft, ist er im Verneinungszustand und redet von seinem Sohn, als wäre er am Leben, erst mit einem Zeichen seines Ablebens holt man ihn in die Realität zurück. Beinahe sofort darauf wird er jedoch getötet. Vom Sepulcher, dem „Begräbnis“, dem ersten Endboss. Das ist beinahe so offensichtlich, dass man es kaum mehr deuten muss.

Phasenweise habe ich den Eindruck, es gar nicht mit einem für sich stehenden Silent Hill zu tun zu haben, sondern eher mit einer art Fan-Projekt, das nochmal die coolsten Sachen der anderen Teile in ein Spiel reinhauen will. Hoffentlich wird das noch besser.

Unter anderem trifft Alex auch auf Elle, ein Mädchen,mit dem er nach eigener Aussage nichts hat. Die beiden verhalten sich auch nicht, als ob sie irgendein Geheimnis miteinander hätten. Aber immerhin heisst sie „Elle“, also „Sie“. (Assoziation: Vielleicht hatten die beiden ja Sex, und Alex kleiner Bruder ist tatsächlich sein Sohn. Ich glaub‘ aber nicht.)

Die blutrünstigen Hunde, die man manchmal bekämpft, haben bei näherer Betrachtung einfach keine Haut. Sie sehen ein wenig aus wie die Opfer von Hiroshima, das Fleisch scheint ihnen stellenweise vom Körper gebrannt zu sein. Ausserdem sind sie männlich, sie haben ziemlich deutlich sichtbare Genitalien.

Daraus werde ich nicht schlau, ausser vielleicht, dass diese Hunde für irgendwelche Opfer stehen, die Alex möglicherweise in was auch immer für einem Krieg er war bewirkt hat.

Nach einer Flucht durch die Kanalisation ist man wieder in der Stadt. Diesmal geht es in die Arztpraxis von Dr. Fitch. Er hat wohl eine Tochter namens Scarlett, die von Puppen besessen ist und nie das Haus verlässt – und Dr. Fitch trifft man auch, wie er eine riesige Blutspur hinterlässt, mit einem Skalpell in der Hand. Er war ausserdem in Psychiatrischer Behandlung. Wieder jemand mit einem toten Kind, der nicht darüber hinweg kommt?

Habe ich schon erwähnt, dass Alex einen Anfall hatte, als er das Zeichen für das Ableben des Sohnes des Bürgermeisters fand? Das geschieht schon wieder: Alex findet eine weitere Puppe, deren Haare einfach zurückgehen, in seinen Händen. Sie sieht zuletzt aus wie eine schwarzhaarige Barbie, die auf ein Kind mit Schere getroffen ist. Ob ich damit nachher den Doktor in die Realität zurückhole?

Und als er von seinem zweiten Kopfschmerz-Anfall wieder aufwacht, ist Alex (nicht zum ersten mal) in der bösen, verrosteten Welt. Ich glaube, Alex hat echt Probleme mit toten Kindern. Und möglicherweise verdrängt er sie sogar, weshalb er immerzu diese Anfälle hat.

Am ende des höllischen Abschnittes finde ich Fitch in einem Raum in der Mitte – so stand auch der Bürgermeister. Alex selber stellt im Gespräch auch den Zusammenhang zwischen dem toten Sohn und der Tocher, sowie seinem Bruder her.

Als ich dem Doktor – ha, ich wusste es – die Puppe gebe, spricht sie zu ihm. Der Mann wid geschüttelt, als wäre er eine Puppe, als wäre etwas in seinem Inneren in Bewegung. Die kleine Puppe verschwindet und wird durch eine Monsterpuppe ersetzt, die auch ihn tötet. Fitch darf zuletzt rufen: Vergib mir. Die Dorfbewohner von Shepherd sind also selber irgendwie mitschuld an dem Verschwinden.

Während des Kampfes nimmt die Puppe auch eine Spinnenhafte Haltung ein – wieder ein Hinweis auf Alex Bruder?

Habe endlich eine Kasette abspielen können, die ich vor längerer Zeit gefunden hatte. Darauf ist zu hören, wie der Vater Alex aus dem Raum schickt und seinem Bruder sagt, dass dieser lieber mit dem Vater spielen solle – ausserdem behauptet er, Alex lebe in einer Traumwelt.

Finde einen weiteren Brief. In diesem offenbart Alex Vater, dass er die Stadt vor der bösen Macht aus Silent Hill verteidigen will, es aber nicht schafft. Leute von Dort scheinen für die Entführungen zuständig zu sein und denen, die sich wehren, Gehirnwäschen zu verpassen. Sollte das die Lösung sein, fände ich es ziemlich billig. Ich dachte, die Leute wären selber schuld an den Entführungen und alledem und hätten damit den Machtbereich von Silent Hill ausgedehnt.

Alex konfontiert seine Mutter mit dem Brief. Während des Gespräches ist im Blickwinkel jemand mit einer Maske zu sehen. Man ist in der Stimmung, wie im Kasperletheater „Pass auf, verdammt!“ zu rufen. Das sind wohl die Entführenden Leute von Silent Hill. Sie schnappen sich die Mutter, bevor man irgend etwas heraus findet – und fliehen, als das Haus in den Höllenmodus wechselt.

Habe ich schon erwähnt, dass seit Spielbeginn immer wieder auf die Zahl 206 hingewiesen wird? Alle Uhren stehen für immer auf 2 uhr 6, es gibt Zimmer mit der Nummer, und einmal konnte ich mit dieser Kombination einen Safe öffnen. Bibelpassage?

Wir fahren jetzt endlich nach Silent Hill rüber. Elle, Alex und ein Typ von der Polizei, der in Ordnung zu sein scheint – es gibt bisher keine Anzeichen dafür, dass mit ihm etwas nicht stimmen sollte,  unter Anderem, weil er  nicht aus dem Ort stammt.

Der Orden, diese Entführer, klingt sehr stark nach den Leuten, die im Silent Hill-Film auftauchen. Sie sind zwar angelehnt an SH1 und 3, aber dort traf man soweit ich weiß nie auf größere Menschenmengen.

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Treffe nach mehreren Stunden auf meine entführte Mutter, die an ein Kreuz gehängt ist. Sie sagt, sie durften nur einen ihrer Söhne wählen. Sind die SH-Bewohner so eine Art Mafia?

Sehr schnell danach ein Rätselraum. Das Spiel hat eher wenige Rätsel, habe ich das gefühl, diese hier gefallen mir aber sehr gut. Hier nur eines von drei Rätseln:

„Der Mensch, der es sich ausgedacht hat,
Will es nicht.
Der Mensch, der es sich gekauft hat,
Benutzt es nicht.
Der Mensch, der es benutzt hat,
Weiß es nicht.“

Antwortmöglichkeiten (Markieren um sie zu sehen) : Messer, Gefängnis, Tod, Pest, Sarg.

Solche Rätsel gefallen  mir immer gut, wenn man Antwortmöglichkeiten hat – völlig ohne Hinweis auf die mögliche Lösung sind sie oft grässlich, aber so machen sie richtig Spaß.

Mein nächster Boss frisst meinen Kurzzeit-Begleiter, den okayen Polizeimann. Er heisst Asphyxia, „Erstickung“, und sieht aus wie… nun, stellt euch einen Zentauren vor, der einen Menschenkörper hat, wo er einen Pferdekörper haben sollte.

Und dann stellt euch vor, der obere Teil des Zentauren wäre der „Pferdekörper“ eines weiteren Zentauren. Man hat hier sechs oder mehr Menschen aufeinander gestapelt – und es sieht wirklich heftig aus.Ausserdem scheinen die Arme andauernd nach Asphyxia selber zu greifen, als wollte er sich selbst die Augen zuhalten bzw. sich selbst in die Dunkelheit zurückzerren. Ich denke mal, er steht für viele Opfer. Möglicherweise ist Erstickung (vielleicht durch lebendiges Begraben, siehe Kinderzeichnungen vom Anfang) die Todesart der nach Silent Hill entführten?

Treffe nun auf Alex Vater. Er sagt, er musste böse zu mir sein, um dafür zu sorgen, dass ich keine zu starken Gefühle entwickle und besser mit meinem harten Schicksal zurechtkommen könnte. Lame! Ne, ehrlich mal. Der Mann hätte ein James Sunderland 2 werden können! Er hätte irgend eine böse Vergangenheit haben können, ein Lügner sein, drogensüchtig, eigentlich ein Bewohner von Silent Hill – aber es stellt sich heraus, dass er aus wohlwollenden Motiven gehandelt hat? Das ist billig.

(Oh, und aus Pädagogischer Sicht ist das übrigens völliger Mumpitz, seine Methode hätte in der Realität etwa so viel Erfolgschancen wie die, eine Pflanze mithilfe eines Flammenwerfers zur Feuerresistenz zu erziehen.)

Etwas später treffe ich Pappi, er hängt in Jesus-Position. „Alex. Du warst im Krankenhaus.“ „Ja, ich wurde im Krieg verletzt.“ „Nein. Es war eine Nervenheilanstalt.“

Es scheint, dass Alex also doch Schizophren ist, und sich sein Leben als Soldat nur eingebildet hat. Deshalb also behandelt einen die Stadt vielleicht nicht wie einen Massenmörder.

Oh. Übrigens wird Vati vom Pyramid Head getötet, der direkt darauf wieder weggeht.

Im folgenden wird Alex von einer Nebenfigur mit dem alten „Gehen sie ruhig vor“ – Messer in den Rücken-Trick geownt. Das Weichei. Er wacht im Gefängnis wieder auf.

Ein anderer Nebencharakter rklärt ihm was abgeht: Shepherd’s Glen besteht aus ehemaligen Bewohnern von Silent Hill. Alle 50 Jahre müssen alle Familien ein Kind opfern, um das… äh, gute Karma des Ortes aufrecht zu erhalten.

Und Alex Vater wollte das nicht. Alex ist das eine Kind, das nicht geopfert wurde. Wodurch Shepherds Glen wohl – was die Gründe des Ortes ja verhindern wollten – zu Silent Hill B wurde, inklusive Nebel der Verlassenen und Höllenwelt.

Alex befreit sich aus dem Gefängnis (und tötet dabei zum ersten mal bewusst einen Menschen – nachdem diese Nebenfigur ihm anscheinend das fucking Knie durchgebohrt hat und das Gesicht kaputbohren wollte). Hoffentlich ist das Spiel bald vorbei, ich bin langsam in der richtigen Stimmung dafür.

Als ich an einer der Türen im neuen Gebiet rüttele, bekomme ich nicht den üblichen „Die Tür ist defekt“-Text, sondern: „Reine Zeitverschwendung. Diese Tür geht nicht auf“. Ja. Reine Zeitverschwendung. Ich verstehe ja, dass das Spiel mit weniger Türen „unrealistischer“ gewesen wäre – aber dieser Kommentar bringt es so sehr auf den Punkt.

Alex rettet eine Weile später Elle – die anscheinend nicht etwa etwas mit ihm hatte, sondern einfach ebenso eines der nicht-geopferten Kinder ist. Glücklicherweise ist der Typ, der sie seit 10 Minuten mit einer gigantischen Kreissäge bedroht, noch nicht dazu übergegangen, ihr auch nur ein Haar zu krümmen.

Auf dem Weg in Richtung Spielhöhepunkt frage ich mich: Wenn der Typ gar nicht bei der Armee, sondern nur in einer Horror-Irrenanstalt war: Wer hat ihm dann bitte den Army-Parka gegeben, den er seit Spielbeginn trägt?

Mir kommt ein weiterer Gedanke: Was dem Spiel zugute gehalten werden muss ist, dass mir eigentlich noch keine Stellen aufgefallen sind, an denen man sich von der Kamera bedroht fühlt. Das heisst, wenn in einem Raum Gegner sind, dann *sieht* man sie. Man muss nicht etwa beim betreten des Raumes die (im angstfall grässlich langsame) Kamera erstmal in beide Richtungen umwenden, damit einem nicht irgend ein Monster in den Rücken springt.

Nach mehreren Rätseln betritt Alex wohl den finalen Raum. Er hat hier einen Flashback:

Alex, wie er seinen Bruder nachts aufweckt und mit einem Boot auf den See hinaus fährt. Mitten auf dem See streiten sich die beiden um ein Medaillon – und der Bruder fällt ins wasser und ertrinkt.

Schnitt: Vater hat Bruder gerettet – und Alex hat einen Mentalen breakdown. Das gesamte Spiel bestand letztendlich aus „Josh!“ Josh rennt weg. „Josh, komm her!“ Josh rennt weg. usw. Wir kennen das aus Silent Hill 1. Alex hat also, völlig unwillentlich (und anscheinend völlig unnötig) den Tod seines Bruders auf dem Gewissen.

Nach dem Flashback sind wir wieder im finalen Raum – diesmal in der Höllen-Dimension.

Endboss: Eine Spinne, mit mechanischen Beinen und dem Gesicht eines Shepherd-Jungen. Ist es Alex oder sein Bruder? Ich bin mir nicht sicher. Die Spinne hat einen riesig aufgeblähten Bauch, was wohl den Spinnen-Hinterkörper darstellen soll – und nach Schwangerschaft aussieht.

Als ich Mr. Spider besiege, reisse ich seinen Bauch auf – und mein Bruder kommt herausgefallen. Aber er scheint ziemlich tot zu sein.

Hmh. Wird mein Ende von allen möglichen Statistiken beeinflusstß Bei Silent Hill 2 hängt das Ende u.a. davon ab, ob man eher Gegnern ausgewichen ist oder sie blutrünstig getötet hat. Oder ob man die Frau, die einen immerzu anmachte, kaputt schlug.

Ich glaube, ich habe in diesem Spiel keinen einzigen Gegner am Leben gelassen – mir bot sich auch gar nicht die Möglichkeit, ich wäre damit sicherlich nicht davon gekommen. Ob Josh deshalb tot ist? Oder vielleicht, weil ich meine Mutter nicht erschießen wollte und zu meinem Vater nicht all zu nett war in der Hoffnung, mehr aus ihm raus zu pressen?

Ich hab’s mal nachgeschaut: Es gibt 3 Entscheidungen im Spiel, die das Ende beeinflussen. Sonst nichts. Lahm.

Also, was ist mein Fazit?

Die allermeisten Gegner – mal von Bossen abgesehen – haben keine tiefere Bedeutung. Die Zahl 206 hat keine ersichtliche Bedeutung. Die Handlung arbeitet eigentlich nicht auf die Erkenntnis hin, dass die Hauptfigur Dreck am stecken hat, sondern seine Umgebung. Und das ist keine Überraschung, das kann man von Minute 1 an sagen.

Wie zielsicher schätze ich also meine eigenen Deutungen ein? Nun, deutlich weniger zielsicher als ich erwartet hätte – weil es bei Hunden ohne Haut und Monstern mit riesigen Armen und Monstern die am Boden lauern und einen anspringen wohl einfach keine Bedeutung gibt. Das ist sehr traurig. Ich sage mal, ich gebe mir dir Schulnote 2 – weil ich nicht vorhergesehen habe, dass in diesem Spiel nicht jeder einzelne Aspekt eine klare Bedeutung hat.

 

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Written by vetaro

12. November 2009 um 2:23 am

3 Antworten

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  1. Echt Schade,hab diesen Teil auch durch und wie soll man’s sagen, Nach SH 3 ging es nur noch abwärts.
    Ich mag die alten Teile von Silent Hill 2 und 3 besonders, da hatte man wirklich noch Angst bekommen.
    🙂

    Sh-spieler

    13. November 2009 at 12:51 pm

  2. Silent Hill 2 ist rein von der Erzählung her ein absoluter Meilenstein. Momentan spiele ich hin und wieder Origins auf der PSP, welches mich aber weit weniger fesselt.

    elbenno

    15. November 2009 at 11:29 am

  3. […] nur ein Spoiler (ohne besondere Relevanz für den restlichen Beitrag). Hiermit möchte ich einfach die Verworrenheit des vorherigen Beitrages ausgleichen und Leuten, die verstehen wollen, wovon ich da gelabert habe, eine Chance […]


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