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Sankt Martin

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Meine Mutter, die ja bekanntlich Floristin ist, hat mir heute von ihrem Sankt Martinstag erzählt. Sie arbeitet in einem der örtlichen Türkenviertel (Duisburg kann sich mehrere leisten), und die Kinder, die mit Laternen durch die Straßen zogen, waren natürlich auch hauptsächlich türkisch.

Und so kamen kurz vor Ladenschluss drei türkische Penze rein, mit den bunten lampions, und fragten, ob sie singen können.
Gleichzeitig kommt der stadtbekannteste Penner überhaupt rein. Ein Mann wie ein verwahrloster Weihnachtsmann, in vielen schichten dicker Pullover, der die Zigaretten noch aus dem Bürgersteigrand holt. Er möchte nur kurz Geld gewechselt haben.

Und die muslimischen Kinder: „im Schnee, da saß ein armer Mann, hat Kleider nicht, hat Lumpen an“ – aber sowohl sie als auch der Mann verstehen – aus Jugendlichkeit oder Alkohol – die Situation nicht ganz.

Und so dreht sich der Mann um, holt seinen Geldbeutel hervor, und gibt den Kindern 1 Euro 30 oder so.

Das ist Realität. Es fühlt sich so surreal an, aber das ist eine ganz ganz beeindruckende Idee.

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Written by vetaro

4. November 2009 um 12:48 am

Veröffentlicht in Realität

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