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Command & Conquer: Kanes Rache

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Habe Montag endlich die Erweiterung des letzten GDI/Nod-C&C gekauft. Hier ein paar Gedanken während des ersten Durchspielens.

Seit EA die Command & Conquer-Reihe übernommen hat, ist sie für mich nicht mehr sonderlich ansprechend. Ich habe sogar Alarmstufe Rot 3 einmal durchgespielt, als Phillipe sie mir auslieh. Ich habe sogar einen ziemlich langen Text dazu geschrieben – aber dann habe ich ihn wieder fallen lassen, weil mir das Spiel so wenig gefiel.

C&C 3 war meiner Meinung nach eher Mittelmäßig. Die Erweiterung gefällt mir irgendwie besser. Sie fängt langsam an, nimmt dann aber Schwung auf. Jetzt also, meine Gedanken:

Im Laden: Toll, auf der Verpackung ist Kane mit einem halb verroboterisierten Gesicht. Klischee! Seit Terminator 2 hat jeder, der irgendwie teilweise ’ne Maschine ist, das halbe Gesicht in irgendwelche Bionik gepackt. Jaja, ich weiß, das hat er schon seit den vorherigen Spielen.
Aber muss man das unbedingt auf die Spielpackung tun und es somit zu einem Witzprodukt machen? Das sieht doch albern aus!

Spiel beginnt: Kanes Rache beginnt ja zwischen C&C2 Firestorm und Teil 3. Eine der großen Fragen, die Spieler sich n C&C 3 immer gestellt haben ist: Kane lebt ja wieder, nachdem er in Teil 2 mit einem Schwert erstochen wurde. Wie hat er das hinbekommen? Nun, die Antwort ist: Wir geben euch keine Antwort, Kane hat es halt einfach überlebt, ihr Blödbacken.

Die ersten Story-Abschnitte zwischen den Missionen sind Langweilig. Genau wie in Alarmstufe Rot 3 gibt es hier zwar irgendwelche ansprechenden Videos, aber irgendwie sind die nicht so cool, wenn ihr Inhalt sich auf „Gut gemacht. Deine nächste Aufgabe ist…“ beschränkt.

Das Ende der dritten Mission. Wir haben einen der aktuellen Führer von NOD gefangen genommen. Bitte zuerst dieses Video sehen, bevor ihr weiterlest.

Also. Kane zieht sich die robotik ab? Und er ist darunter absolut heil?! Was? Wenn er das Ding überhaupt nicht gebraucht hat, warum hat er es dann dermaßen lange getragen?! Und wenn er es gebraucht hat, warum braucht er es dann jetzt plötzlich nicht mehr? Die Ereignisse im Video geben keine sinnvolle Erklärung dafür, warum er dieses Ding abnehmen sollte!

Überhaupt, wenn das so ein Body-Enhancement war, mit dem er besser sehen kann oder sowas, wofür wollte er das? Er kämpft doch schließlich nie, der sitzt doch in seinen Bunkern!

Vierte Mission: Okay. Ich werde also von Kane in einen Schlafzustand versetzt und wache pünktlich zur fünften Mission wieder auf. Mitlerweile spielt die Handlung gleichzeitig mit C&C 3 – ich bin also ein anderer General als der dortige NOD-General.

Warum fangen die Leute allerdings jetzt plötzlich an, mich Legion zu nennen. War ich vorher noch nicht Legion? Die Leute sprechen mich undefiniert an, als wären sie nicht sicher, ob ich einer oder mehrere bin.

Wurde ich während des Schlafes mit mehreren anderen Generälen zusammengeschnibbelt und schwimme jetzt in einer Nährflüssigkeit, möglicherweise mit Kanes Roboterhelm?

Die mit mir sprechende Generälin sagt schon Sachen zu mir wie „Immer starrst du mich an. Immerzu starrst du mich an“ und „Du bist kein Mensch„. Entweder beleidigt sie mich, oder sie ist ziemlich schwer von Begriff, immerhin arbeiten wir ja nicht erst seit gestern zusammen. Aach, es ist ’ne Frau, die wird eh intrigieren.

Er fand, der Bionik-Kram wäre einfach viel zu nineties.

Er fand, der ganze Bionik-Kram wäre einfach viel zu nineties.

Zwölfte Mission – Jup, sie intrigiert.

Mir fällt erst jetzt auf, dass dieser ganze Kram mit Cabal, dem Computer, der alle Menschen töten will (übrigens auch sehr Terminator-Inspiriert), irgendwie immer nur in den Erweiterungen angesprochen wird. Teil 3 tut so, als wäre das ganze nie passiert. Und jetzt ist der plötzlich wieder ein Problem.

An sich finde ich es aber ganz cool, mal jemand anderes zu sein als immer der namenlose, geniale Commander der ausser dem Ausführen von Befehlen nie irgendwas macht. Selbst, wenn ich ein in  einem Tank schwimmendes Gehirn sein sollte.

Ich werde angeschossen und Ohnmächtig. Wie oft habe ich in diesem Spiel bereits die Besinnung verloren und wieder gewonnen? Ich hoffe das wird nicht zu einer Angewohnheit.

Dreizehnte Mission – die Letzte. Okaay. Ich habe den Tacitus geborgen, das Alien-Artefakt. Kane sagt „Super, jetzt haben wir ihn!“ Äh… Ende? Ja. Ganz offensichtlich habe ich irgendwelches Scrin-Wissen aufgesogen und mache irgendwas in ihrer Heimat, aber es ist nicht so, als ob da jetzt tatsächlich was passieren würde. Das ist ja noch unbefriedigender als das Ende von Assassin’s Creed.

Das ist so typisch EA. Die haben irgendwie keine Ahnung, was befriedigend ist. Ich möchte gerne am Ende des Spieles entweder irgendwas freigeschaltet bekommen, oder aber ein richtig geiles Video zu sehen bekommen, oder zumindest, dass sich irgendwie die Handlung auflöst oder ein neuer Twist reinkommt oder dass man halt irgendwie schlauer ist! Der Mittelteil der Handlung war also spannender als der Anfang.

Zum Spiel an sich

Ich find’s ganz gut. Ich wollte schon immer mal rausfinden, wie sich ein Taktikspiel mit einem Controller spielt, und mittlerweile geht das echt gut (Auf der Playstation war es anscheinend die Hölle). Besonders Nennenswert finde ich, dass sich durch die Controller-Steuerung die Schere zwischen Casual- und Hardcore-Spielern schließt:

Auf dem PC können die hardcoreler mit ihren 50 000 Tastenkürzeln innerhalb von Sekunden alle Anordnungen machen die sie wollen, während sie mit der Maus weiter Einheiten befehligen.

Hier gibt es diese Kürzel nicht – man ist (da man ja mit 2 Händen spielt) aber grundsätzlich etwas schneller als nur-Maus-Spieler.

Die Erweiterung zu C&C 3 ist, was neue Einheiten angeht, übrigens recht angenehm. Alle Armeen haben jetzt einen neuen Ultimate-Panzer, der ca. vier mal so groß ist wie ihr normaler stärkster Panzer, und mit drei Schuss ein gegnerisches Gebäude plättet. Relativ gesehen sind diese Dinger also stärker als ein Baneblade in Dawn of War.

Um den Inhalt zu strecken gibt es nach den 13 Missionen auch noch einen Herausforderungs-Modus, ich nenne ihn mal Tournament (denn darauf läuft’s hinaus), in dem man nacheinander alle 9 Fraktionen besiegt. Das kann man ebenso mit allen 9 Fraktionen durchziehen. Wenn man also mit allen alles macht, hat man am ende 81 Kämpfe hinter sich.

Das spricht mich an, weil ich lange, langweilige Ferien vor mir habe, und gerne die Achievements dafür haben will.

Ich war übrigens besonders stolz, als ich nach 2 Stunden das Achievement dafür errungen hatte, einen Gegner auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad zu besiegen. Und Mann, das war knapp.

Kaufempfehlung?

Wer Kanes Rache bis jetzt noch nicht hat, wird es wahrscheinlich auch jetzt nicht wollen. Wenn es auf 15 € reduziert ist, kann man aber bedenkenlos zugreifen.

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Written by vetaro

7. Oktober 2009 um 3:25 pm

Veröffentlicht in Spiele

2 Antworten

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  1. Puuh. Ich weiß nicht woran es lag, aber ich habe C&C3 im Singleplayer mit zwei Anläufen versucht, und noch in der GDI-Kampagne war irgendwann immer die Luft raus. Und für Multiplayer bin bei RTS Spielen zu grottig. Das ist irgendwie nicht mein Genre. Obwohl ich vollkommen die Faszination nachempfinden kann.

    elbenno

    7. Oktober 2009 at 7:49 pm

  2. Das Hauptspiel ist auch *wirklich* hardcore. Ich habe niemals die Scrin-Mission geschafft, in der man einen Mastermind steuert, der immer eine Gegnergruppe hypnotisieren kann.

    Allerdings haben mich die PC-versionen auch immer sehr demotiviert, weil die Spiele niemals meine Maus angezeigt haben – ich habe also immerzu blind spielen müssen, was das ganze sehr mühevoll macht.

    vetaro

    7. Oktober 2009 at 8:30 pm


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