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Kurze Kompletteinführung: Castlevania: Symphony of the Night

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Gibt’s seit über einem Jahr im Xbox-Marktplatz für 10 €. Im Original war Castlevania:SOTN für die Playstation. Heute kann ich sagen: Das ist der beste Teil der Reihe, den ich kenne.

Wer die Spiele nicht kennt, dem muss gesagt werden: Shame on you. Die Spielreihe ist inspiriert von Super Metroid für den SNES und zeichnet sich dadurch aus, dass man, während man durch Graf Draculas Schloss zieht um ihn zu finden und zu besiegen,  an allen möglichen Ecken und Enden neue Fähigkeiten erlangt, mit denen man neue Bereiche des Schlosses erreichen kann.

Ob man Metroid oder Castlevania bevorzugt ist eigentlich nur eine Frage des Geschmackes: Vampirjäger oder Space-Bountyhunter. Eigentlich alle Teile der Serien sind ziemlich gut (wenn man den 3D-Abstecher von Castlevania mal ignoriert).

Es ist eines meiner Lieblings-Prinzipien. Wenn man im Laufe eines Spieles Fähigkeiten erhält, die einem wirklich neue optionen eröffnen – und nicht nur neue Arten, Gegner zu töten – habe ich daran wirklich spaß.

Die Castlevania-Teile ähneln sich alle ziemlich, das muss mal gesagt werden. Man spielt eben jeweils Vampirjäger, die mit der klassischen Vampirjägerpeitsche ausgerüstet sind und heilige Relikte als Sonderwaffen besitzen. Während des Spieles bekommt man die Fähigkeiten zu Rennen, Doppelsprung, Wandsprung, Powerslide, Schieben, Massive Wände durchbrechen, und – mein Liebling – den Supersprung, mit dem man Senkrechtstartend ca. 30 Meter in die Höhe schießt.

Symphony of the Night ist da anders. Man ist immernoch gegen Dracula, aber in diesem Fall ist man selber ein Vampir, sein Sohn nämlich. Und zwar Alucard. Nein, nicht der hier. Der hier. Hab ich schonmal erwähnt, dass ich Hellsing scheisse und uncool finde? Ich find Hellsing scheisse und uncool.

Als Vampir lernt man weder zu rennen, noch den Powerslide, noch den Wandsprung, noch hat man die Vampirjägerpeitsche. Das ist aber alles kein Nachteil. Man ist agiler als die Menschen, man kämpft mit den verschiedensten Waffen, aber vor allem Schwertern – und man kann sich in einen Wolf, eine Fledermaus oder in Nebel verwandeln.

Durch Gitter oder über Abgründe zu kommen ist so natürlich kein Problem. Und wenn mal der ganze Bildschirm mit Gegnern voll ist, wird man halt ein wenig zu einer unbesiegbaren Gasform.

Ausserdem beherrscht Alucard typische Vampir-Magie: Er kann sich für eine Weile durch zugefügten Schaden heilen, Geisterkugeln herbei rufen, mit verschiedenen Waffen sonder-Angriffe ausführen und die klassische Dracula-Fähigkeit anwenden: Wegteleportieren, dreifachen Feuerball schießen.

[Youtube=http://www.youtube.com/watch?v=FtsBLOwjiQI]

Während des Spieles findet man ausserdem fünf verschiedene Familiars, von denen einem jeweils einer folgen kann. Das gab es schon z.B. bei Circle of the Moon, aber dort konnte man dann gleichzeitig nichts anderes mehr machen.

Das Ergebnis all dieser Fähigkeiten ist, dass man in jeder Situation deutlich mehr möglichkeiten hat, als wenn man einen der Helden der anderen Spiele damit konfrontieren würde. Und damit sind wir wieder beim Spielprinzip: Man kann das Spiel auf den unterschiedlichsten Wegen durchqueren, und auch Kämpfe auf die verschiedensten Weisen gewinnen, weil man halt so viel kann.

Es ist sehr schwer, SOTN zu kritisieren. Die Musik passt, die Grafik ist in der Xbox-Fassung verbessert (die original-Grafik ist aber auch verfügbar), und 2D-Grafik altert ohnehin deutlich besser als 3D-Grafik, die Handlung ist vorhanden und stört niemanden.

Und selbst ich als erfahrener Castlevanier habe 8 Stunden gebraucht um das Spiel durchzuspielen und habe zwei Stunden später alle Räume des Schlosses entdeckt. Und danach hat man die Möglichkeit, mit einem völlig anderen Charakter nochmal zu spielen. Als Anfänger wird man vielleicht 2 bis 4 Stunden länger brauchen. Das ist wirklich akzeptabler Umfang für 10 Euro – und während der Zeit wird einem wirklich nicht langweilig.

Mir fällt auch nach genauerem Nachdenken nichts ein, was man an dem Spiel kritisieren könnte. Der einzige Grund es nicht zu spielen, wenn man die Möglichkeit dazu hat, ist eine komplette Abneigung gegen Spiele, in denen man springen kann und Waffen benutzt. Aber wer ist denn schon so drauf.

Ich bin ausserdem gerade ziemlich froh, dass ich jetzt zum ersten mal 100% aller Achievements in einem Spiel geschafft habe. Castlevania: Symphony of the Night. Jetzt kaufen, oder zumindest die Vorgänger als ROM spielen.

(Wer sich damit nicht auskennt: Bei Google „GBA Emulator Download“ Dann „GBA ROM Download“. Ist ’n Aufwand von 10 Minuten.)

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Written by vetaro

10. Juli 2009 um 6:32 pm

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