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Mein Jahr im Internat

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11.11.2010: Einen Gruß an die Anzahl Leser, die dieser Eintrag mitlerweile findet. Ich freue mich, von euch zu hören – sowohl von den jetzigen, wohl ganz glücklichen Schülern, als auch von jenen, die vor meiner Zeit dort waren und oft durchwachseneres erlebt haben. Obwohl uns nur ein Ort an unterschiedlichen Zeiten verbindet,  ist es doch schön, über welch ungerade Wege wir zusammen finden.

Es ist Zeit für das Kapitel meiner Jugend, zu dem ich Aussenstehenden bisher immer gesagt habe: „Ja, ich war mal ein Jahr in nem Internat, das ist aber pleite gegangen und dann bin ich wieder auf die gleiche normale Schule zurück, auf der ich auch vorher schon war“.

Das ist, als würde man die Herr der Ringe-Trilogie beschreiben mit „Ja, da gehts um so neun Typen die ziehen so durch Mittelerde und am Ende werfen die den Ring ins Feuer und retten die Welt.“

Hier also folgt die HdR-Trilogie, die das beste Jahr meines Lebens darstellt. Eine Uraufführung, von der beinahe niemand abgesehen von euch weiß.

Ich war in der Grundschule nie besonders glücklich. Ich war auf dem Gymnasium nie glücklich. Der Junge, der sich aufgrund der Klassenclown-Eigenschaften schnell als Chef rausstellte, war auch derjenige, dem immer etwas einfiel, womit er sich über mich lustig machen könnte. Nicht nur in meinem Gefühl sondern auch tatsächlich war ich konstant der Verlierer.

Mit 11 kam ich für zwei Wochen nach Lübben, einem kleinen Ort in Brandenburg mit einer großen Klinik, in der eine gute Freundin meiner Mutter arbeitete. Sodass ich viel einfacher dort hin konnte als in irgend eine ander Klinik die nicht vier Stunden mit der Bahn entfernt war.

Obwohl der mich hauptsächlich betreuende Arzt Psychater war ging es eher darum, all die Probleme, die mir the society aufgepflanzt hatte zu bewältigen zu lernen, unter anderem den steigenden Notendurchschnitt.

Das war eine sehr schöne Zeit, in der ich für jeden Tag einen sehr gut strukturierten Plan mit allen möglichen „Therapien“ hatte, relativ wenig Freizeit, absolut keine Medien und keine Ahnung vom Geschehen draussen (einfach weil ich mich nicht informierte, nicht weil wir nicht gedurft hätten). Meiner Klasse wurde mitgeteilt, ich wäre in einer Kur gewesen, und tatsächlich interessierte sich Niemand dafür, ich musste also echt keine Details erfinden.

Mir ging es besser, aber immer noch nicht gut. Und dann, in den Sommerferien ’03, entdeckten wir dieses Internat. Ein Internat für Hochbegabte Kinder, die Probleme haben, zu finden in Eringerfeld bei Paderborn. Und schickten eine Bewerbung ab. Und wurden angenommen. Dafür war die Zeit in Lübben wichtig – ein Gutachten eines Psychologen, in dem festgestellt wird, dass weiteres Lernen auf einer normalen Schule mir seelischen Schaden zufügen konnte.

Bevor wir dorthin konnten, musste ausserdem das Jugendamt einen Zuschuss bewilligen. Der Höhepunkt war der zuständige Herr Ring, der wahrscheinlich hauptsächlich mit Kinderheim-Einweisungen und sonstigen Notfällen beschäftigt war. Mit Zigarre in der Hand stellte er, bevor er das ganze bewilligte,  die Frage, auf die man sich als Underachiever-Hochbegabter eigentlich immer freuen darf: Wenn du so intelligent bist, warum schreibst du denn dann nicht lauter einsen?

Die Schule trug den schon damals ziemlich blöd klingenden Namen „Talenta“, was meines Wissens nach nichtmal eine Abkürzung für irgendwas ist. Eine Broschüre bewarb „leben im Schloss„, mit einem Bild von einem auf einer Bank lesenden Jungen der offensichtlich in einem Schlosshof saß, Hogwarts-mäßig.

Und dann, nach den Winterferien ’03/’04  glaube ich, fuhren wir dort hin und ich lebte ein Jahr in einem Internat.

"Wohnen im Schloss"

Tatsächlich war es eher „leben in Barracken„, wobei das Wort so positiv wie möglich aufgefasst werden sollte. Zwei  Wohnhäuser mit jeweils zwei Flügeln. Von oben betrachtet sieht jedes der Häuser aus wie ein H, dem man das rechte obere und das linke untere Bein entfernt hat.

Gemeinsam wohnten wir auf 7 Fluren, verteilt auf die drei Wohnflügel der Wohnhäuser, in Einzelzimmern, an den ersten Räumen der Gänge waren auch Mehrfachzimmer für zwei bis vier Schüler, die auf Wunsch zusammen Wohnen konnten.

Obwohl die Möblierung der Zimmer mit schweren Eichenmöbeln ziemlich altmodisch war und die Räume jeweils gefühlt 3,5 x 2 Meter Groß waren, war es nicht wirklich ungemütlich. Mit einem Teppich auf dem Boden und ein paar postern fühlte man sich schon ziemlich gut. Abhängig  davon in welche Richtung das Fenster ging hatte man einen Blick auf das recht grüne Schul- und Wohngelände, das Schloss oder den direkt angrenzenden Wald. Eringerfeld ist ein Dorf mit vielleicht 500 Einwohnern, der Höhepunkt des Ortes ist ein Gasthaus. Um alle täglich an der Schule vorbeikommenden Autos zu zählen, müsste man sich nichtmal die Schuhe ausziehen.

Das Schulgebäude sah aus als hätte man vier Generationen von Neubauten nacheinander an einen Altbau gebaut (Google Maps).
Und dann dreißig Meter entfernt ein wirklich schönes Schloss. Das Schloss gehört einer Frau Kirchner und wird meines Wissens nach zum Ausstellen von Strickwerk benutzt, jedenfalls wohnte da niemand von uns drin. Frau Kirchner war ausserdem auch die graue Eminenz, die anscheinend die Schule subventionierte, die ich ausserdem nie zu sehen bekommen habe.

Wir waren circa 80 Schüler, davon etwa 8 Mädchen, von den Klassen 5 bis 10 – die Klassen sollten nach oben mit den Schülern wachsen. Jede Klasse war etwa acht Schüler stark.

Unterricht mit acht Schülern ist eine wahre Wonne. Ich weiß nicht, ob wir für die Lehrer tatsächlich einfacher zu bewältigen waren, auf jeden Fall hatten wir mehr Freiheiten. Und eine ganze Menge wirklich klasse Lehrer. Mit einem geschätzten Altersdurchschnitt von 30 und IQ-Durchschnitt von 130.

Der Höhepunkt waren eigentlich Herr Bolten (Chemie, Physik, Mathematik, Sport) und Herr Krämer (Chemie, Physik, Biologie, Schulband), die vorallem Chemie gemeinsam unterrichteten, sodass der eine erklären und der andere das nächste Experiment mit Explosionen vorbereiten konnte.

Die beiden waren meine Mythbusters, lange bevor ich je von der Serie gehört hatte. Und natürlich klassische Beispiele für Leute, die praktisch alles studiert hatten und denen auch die Fachgrenzen relativ egal waren, sodass man bei ihnen eigentlich durchgehend alles lernte. Herr Bolten selber erzählte irgendwann von seiner Oberstufenzeit, in der er sich mit seinen Lehrern geeinigt hatte, dass er sich nicht zu beteiligen brauche, solange er jede ihm gestellte Aufgabe weiterhin auf dem 1++ Niveau ablieferte, weshalb er seine Nachmittage dann mit Sport verbringen konnte. Das ist mal ’n Vorbild.

Macht euch gar keine Hoffnungen, ich bin da gar nicht mit drauf.

Die halbe Schule. Macht euch gar keine Hoffnungen, ich bin da gar nicht mit drauf.

Aber der tatsächliche Grund, warum dieses Jahr das beste Jahr meines Lebens war, war der Soziale Aspekt. Nicht nur, dass man zu jedem Mitschüler sagen konnte „kommste kurz zu mir?“ und man keine fünf Minuten brauchte, um das zu bewerkstelligen. Von den etwa 80 Schülern war mir eigentlich keiner feindlich gesinnt, und ich würde mindestens 20 als meine Freunde bezeichnen  – zum Vergleich, in meiner jetzigen Situation gibt es auf einer Schule mit 1000 Schülern etwa 8 bis 10 Personen, die mir nicht absolut egal sind, von denen etwa die Hälfte bei mir als Freunde gelten.

Eine Schule voll mit Leuten, die verstehen, was ich zu sagen habe. Und die alle die „Wenn du so klug bist, warum schreibst du dann nicht lauter Einsen?“-Frage kennen. Von denen eigentlich jeder irgendwas kann oder sonstwelche besonderen Eigenschaften hat. Viele Leute im normalen Leben kommen mir sehr leer vor, wie die Statisten des Lebens, die halt im Hintergrund rumlaufen und bestenfalls eine Sprechrolle wie „Aargh“ haben, bevor sie abtreten. Davon hab ich einfach keinen gesehen auf der Schule.

Hinten: Die unverhältnismäßig tolle und große Sporthalle, mit Schwimmhalle. Zentral: Der kleine Stall, in dem Esel waren. Echte Esel. Mit I-Aah und so.

Dort machte ich auch die albernste Phase meines Lebens durch. Mit einem Jungen namens Robin füllten wir etwa fünf Schulhefte mit humoristischen Produkten, die ausdrückten, dass wir Witze machen konnten, die Jahrelang in uns gefangen waren, in meinem Fall aus Angst, dass man es mal wieder nicht verstehen würde. Obwohl viele auf dem Running-Gag basierten, dass ein bestimmter Mitschüler nach irgend einer dummen Aktion seinerseits von einer gigantischen Faust weggeschlagen wurde, ist auch viel guter Kram dabei. Vier Dennishefte habe ich immernoch hier liegen und sie vor der Wegschmeiss-Lawine bewahrt.

Nach einem Jahr bekamen wir eines Morgens das Gerücht mit, die Schule wäre Pleite. Und dann gab es weitere, andere Gerüchte, dass das nur ein Vorwand sein könnte. Mit den Sommerferien sollte die Schule schliessen.

Ich bin nicht besonders sentimental, das war ich auch damals nicht – und verlies, nach genau einem Jahr, mit den Winterferien die Schule.

In der neuen, alten Schule kam ich wieder in die Klasse, in der ich vorher schon war. Mit Leuten, die meine Furry-Zeichnungen kommentierten mit „Das sind so Pokemon-Dinger, oder?“ und Jungs, die mich morgens mit „der schon wieder“ begrüßten. Ich blieb sitzen – gleichzeitig wegen unlust, bei diesen crétins zu bleiben als auch, weil der Schulstoff, den wir im Internat hatten, völlig anderer war als der hiesige und ich mir echt hätte Mühe geben müssen.

Zurück bleiben einige wenige Kontakte mit den Leuten von damals, eine SchülerVZ-Gruppe, Sturmi, und diese Erinnerungen an das beste Jahr meines Lebens.

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Written by vetaro

22. Februar 2009 um 7:58 pm

38 Antworten

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  1. Du Stadt-Kind. 😀
    Ich hab hier Esel direkt vor meinem Fenster, ich kann sie sehen.
    Und Pferde.
    Und Kühe.
    Und lauter so Zeugs.

    😀

    -bloodberry-

    23. Februar 2009 at 8:27 am

  2. Hallo,
    bin per Zufall auf Deine Seite gekommen und habe Deinen Bericht mit großem Interesse gelesen. Es tut so gut zu wissen, man ist nicht allein, es muss toll gewesen sein auf dieser Schule. Ich war leider auch nur auf einer normalen Schule, hätte mich an diesem Internat aber sicher auch sehr wohl gefühlt.
    Es ist so anders, wenn man mit Menschen zu tun hat, die den selben IQ haben wie man selbst.
    Alles Gute für Dich!
    Manuela

    Manuela

    29. März 2009 at 5:28 pm

  3. Hallo, ich bin durch Zufall hier gelandet und war auch 1 Jahr dort. Allerdings 1983, da war es noch das Internat Schloss Ehringerfeld und da wohnten wir auch im Schloss. Du warst dort ja wegen andern Umständen und deshalb hat es dir dort auch gefallen. Zu meiner Zeit waren dort ca. 1000 Schüler, tagliches Essen höchstens für 700 Schüler. Da kann sich jeder vorstellen, was da am Mittagstisch los war: Kampf ums Essen und Schlägereien! Nachts waren wir so gut, wie auf uns alleine gestellt und die meisten „Grossen“ waren auf Heroin. Das war aber allen insbesondere Frau Kirchner egal! Hauptsache die Eltern haben Kohle gezahlt und das war nicht wenig!
    Ich habe 3 Kreuze geschlagen als ich endkich da weg war! 1987 hat man das Internat geschlossen wegen der Zustände. Meiner Meinung nach fand dort bis heute nur Abzocke statt. Es ist ja unglaublich, dass man zu deiner Zeit damit geworben hat „Leben im Schloss“ und ihr hattet gar nichts damit zu tun, geschweige ihr habt dort gewohnt!
    Das Hotel, das heute dort ist, bekommt auch überall ganz miese Kritik.
    Ich hoffe die Kirchner holt der Teufel!

    Kerstin

    2. Dezember 2009 at 4:28 am

  4. Hi!
    Ich war in den ´70s für 2 Jahre in Ehringerfeld. Muss wohl die wirtschaftliche Glanzzeit des Ortes gewesen sein, denn Familie Fake baute derzeit ihre neue Gastwirtschaft. Die Bude hat gebrummt ohne Ende! Die Drogenprobleme gab´s damals auch schon, nicht nur in der Oberstufe. Ich wohnte damals in ‚Block III‘ am Waldanfang Richtung Steinhausen. Einige schöne Sommertage habe ich in Ehringerfeld verlebt die ich niemals missen möchte. Aber es gab auch sehr viele unschöne Momente. Die Hirarchie unter den Mitschülern und die allgemeine Volksdummheit der ´70er Jahre… Schnee von gestern. An die olle Kirchner kann ich mich noch sehr gut erinnern (au-Backe!), ich hab´ sie immer ‚Schlossdrache‘ genannt. Heute gibt es keinen Kontakt mehr zu ehemaligen Mitschülern, was ich in einigen Fällen doch sehr bedauere.

    Ralf Scheffer

    23. Februar 2010 at 9:10 am

  5. Das tut mir leid – als wir selber dort wohnten, war uns echt nur bewusst, dass unsere Wohnhäuser früher mal Barracken für Immigranten waren (in denen die Leute nicht 1/Zimmer sondern eher 4/Zimmer waren) – dass der Komplex eine andauernde Leidfabrik ist, finde ich sehr schade.

    vetaro

    23. Februar 2010 at 1:30 pm

  6. hallo.
    ich gehe jetzt auf die Schule. Es heist GYMNASIUM ERINGERFELD. Ich würde gerne Leute kennen lernen, die auf dem internat waren. Warum wurde TALENTA geschlossen?! Ich hab` gehört, dass es Probleme gab. Dass die Schülerinnen durchgedreht sind. Aber ich glaub das ist nur ein doofes Gerücht. Ihr könnt in schuelerVZ nach gymnasium eringerfeld suchen..

    Ayse

    23. Februar 2010 at 5:54 pm

  7. Die offizielle Behauptung, weshalb die Schule geschlossen wurde, steht ja oben im Text. Bei uns ist niemand durchgedreht, aber es liegt nicht fern, dass man sowas über andersartige Leute behauptet 😀

    Sagt mal, warum habe ich plötzlich so viele Besucher bei diesem Beitrag, wie habt ihr hier her gefunden?

    vetaro

    23. Februar 2010 at 6:24 pm

  8. Habe den Beitrag auf der Suche nach Bildern meiner Vergangenheit gefunden und fand ihn interessant.

    Ralf Scheffer

    3. März 2010 at 10:23 am

  9. HeHe biin grad auf der Schule bzw. Internat dort =)

    tubbi

    25. März 2010 at 10:49 pm

  10. Hey Leute, ich war damals auch auf Talenta & um ehrlich zu sein hab ich mich genauso gefühlt wie du. Mir kommen jedes Mal fast die Tränen wenn ich Bilder von früher sehe. Ich war noch nie so beliebt wie auf dieser Schule. Maxi und Steffi waren meine besten Freundinnen, mit denen ich immer noch Kontakt halte. Ich vermiss die Zeit wirklich sehr und bin so glücklich jedes Mal wenn ich iwas über TALENTA sehe bzw lese. Toller Beitrag. Vllt kennt man sich ja 😉 Liebe Grüße Sibel

    Sibel

    31. August 2010 at 4:25 pm

  11. ich gehe jetzt auch auf die schule und kenne auch die ayse.In den 70. jahren ,so viel ich weis, wurde es wegen den trogen und so geschlossen.In der 5. klasse haben wir uns dort sehr wohl gefühlt,doch als wir in das gebaude rein sind das neben der sporthalle liegt,konnten wir nicht mehr in ruhe schlafen.Innen drin stand „talenta wird zurück kommen, wir werden euch umlegen“ und so weiter und so vort.die fenster die auf die wald seite geguckt haben waren vergittert.Man sagt auch das die kinder von den lehrern geschlagen wurden.Aber in soooooo vielen jahren hat sich viel geändert xDDDDDDDDDDDDDD

    meryem

    9. September 2010 at 3:17 pm

  12. Meryem – ich kann mir mühelos vorstellen, wie die Schrift da hin kam. Die Abenteurer-Fraktion der Talentaner ist bekannt dafür, mehrere Wege gefunden zu haben, in das verlassene Gebäude einzudringen (einer sogar durch das Dach).

    Durch deine Reaktion wurde wahrscheinlich exakt alles bewirkt, was der Schreiber wollte – Nachfolger erschrecken wie jemand, der sich eine taschenlampe von unten ans Gesicht hält.

    Mit größter Sicherheit handelt es sich nicht um eine Rachegeist- oder Märtyrer-Nachricht 😀

    vetaro

    9. September 2010 at 3:29 pm

  13. Hallo
    Internat Schloss Ehringerfeld – meine Schulzeit von 80 bis 83.

    Erste Zigarette, erstes Bier, erster Vollrausch, erste Drogen und erster Sex – war eine geile Zeit. Zum Schulabschluss hat es leider nicht gereicht. 😦

    Wenn ihr noch ein bischen mehr erfahren wollt.

    http://www.michaeljaeger.tv/

    Er hat seine ersten Erfahrungen als Schauspieler dort gemacht.
    Ich glaube er erzählt in seinem Buch über sein Leben im Internat – ich habs nicht gelesen. Ich will mir nicht meine Erinnerungen kaputt machen.

    meisterjaeger

    meisterjaeger

    18. September 2010 at 3:53 pm

  14. ich bin zurzeit auch auf dem internat.
    ich finde es da eigentlich sehr korrect..=)
    man fühlt sich sehr wohl auf dem internat,die schule ist auch sehr schön..=)
    ich habe die geschichte von den „Talenta-Schülern“ auch mitgekriegt.die ist sehr traurig und auch sehr gruselig..=)
    wenn ich bei den eseln(heute wohnen dort ziegen)vorbeigehe,sehe ich auch automatisch das alte schulgebäude..an den wänden des alten schulgebäudes stehen sehr gruselige sachen,wie z.B.“ihr werdet alle tot“,oder „ich werde euch töten“..halt solche sachen,,,an den wänden sind noch sehr viele blutflecke und es stehen halt sehr viele gruselige sachen an den wänden..
    aber sonst ist es sehr schö dort..=)
    ich kann es auf jeden fall weiterempfehlen..=)

    lena

    21. Oktober 2010 at 9:42 pm

  15. hallo
    ich gehe zur zeit dort hin.
    die schule heißt gymnasium eringerfeld.
    die schule ist eine türkische schule, gedacht für kinder mit migrations hintergrund.
    ich finde es dort toll und nicht gruselig.
    die schule hat eine eigene website die heist:

    http://www.gymnasium-eringerfeld.de/.
    mfg
    xxxxxx

    xxxxxx

    30. Oktober 2010 at 6:44 pm

  16. Hi,

    ich war von 82-84 dort und es war wahrhaftig keine „Talent“-Schmiede und sicherlich kein Ort für überdurchschnittlich Begabte. Wir waren Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen ihren Eltern über den Kopf wuchsen oder deren Eltern einfach keine Zeit für sie hatten. Unabhängig davon war es auch für mich die schönste Zeit meines Lebens, und es stimmt – es gab Drogen, viele Drogen, aber daß die „Großen“ alle auf Heroin waren, ist ein Witz. Da ich eine von den „Großen“ war, kann ich es beurteilen. Insgesamt war es eine Interessengemeinschaft, da wir alle den gleichen Hintergrund hatten. Und das hat es rückblickend zu einer so wunderbaren Zeit gemacht. Für alle, die mal die Erlebnisse geschildert bekommen möchten:
    http://www.eringerfeld.org.

    Charmeur

    8. November 2010 at 8:13 pm

  17. ich war im internat von 1980 -1986 es war die hölle für mich……

    marco

    13. Januar 2011 at 1:32 am

  18. Ja Ja, Eringerfeld und So!!!!!!!!
    Es war die Beste Entscheidung meiner Eltern.
    Und das im Ernst! Ich war 78-83 dort und ich fand es klasse!!!!
    Man hat sehr viel über sich und andere gelernt!
    Es hat aber auch jeden ganz eigen geprägt.
    Gruss Michael

    michael.rehberg

    25. Februar 2011 at 12:57 pm

  19. ja hallo bin per zufall hier gelandet…

    oberstufe 2011

    12. März 2011 at 9:54 pm

  20. SIbel wie alt bist du jetzt ? und war felix nölle in deiner klasse bitte sei ehrlich ich weis das er auf der Schule war

    SEngül can

    16. April 2011 at 9:48 am

  21. ich bin auch auf der schule und es ist ein ganz nomaler internad. heheh ich finde es dort cool !!!

    BeYzooo

    18. April 2011 at 2:31 pm

  22. ich bin jetzt auf der schule schule gymnasium-eringerfeld und ich wollte fragen ob echt alle jugendam gegangen sind?? und ob ihr ein lehrerin namens dorte winter hattet??

    junior axi

    6. Mai 2011 at 8:03 pm

  23. Also ich habe noch eine frage an die alten talentaschüler :
    Manche schreiben es war die hölle manche schreiben es war die beste zeit

    was meint ihr damit?
    also war es jetzt dumm oder schön?

    geheim xD

    14. Mai 2011 at 10:50 am

  24. Achte drauf, *wann* die Leute da waren, ‚geheim‘. Mein Artikel beschreibt die Zeit nach 2000. Das war eine Schule für Hochbegabte. Uns ging’s gut.
    Vorher gab es da eine völlig andere Schule, in der offensichtlich ganz andere Sachen geschahen.

    vetaro

    14. Mai 2011 at 11:49 am

  25. vetaro hattet ihr eine lehrerin namens dorte winter?

    junior axi

    14. Mai 2011 at 11:12 pm

  26. geht niemand mehr auf diese seite??

    junior axi

    11. Juni 2011 at 3:51 pm

  27. Ich war Anfang der 80er Jahre auf diesem Internat, habe überwiegend keine gute Erinnerungen, aber ein Magengrummeln, wenn ich an diese Zeit denke. Wer sich nicht selber durchboxen konnte, ist untergegangen, es gab keine Eltern, die helfen konnten, Erzieher und Lehrer haben da ihren Job gemacht und das wars.
    Klar, landschaftlich war es ein Traum, ich war regelmäßig im Reitstall und hab auch liebe Freundinnen gefunden.
    Aber man war hauptsächlich auf sich gestellt und das kann nicht jeder in jungen Jahren.
    Die Hierarchie war schon recht deutlich und wer nicht zu den oberen gehörte und sich nicht durchsetzen konnte, hatte verloren.
    Ich würde mein Kind niemals in ein Internat geben.

    Chrissi

    10. Juli 2011 at 10:07 pm

  28. ich gehe jetzt auch ins internat aber nicht gymnasium,ich gehe in die realschule.
    meine klassenlehrerin war dort soziallpedagogin und sie meinte es wäre wohl sehr schlimm.
    die ganze schule intressiert sich an talenta aber unsere betreuer und lehrer wollen uns nichts davon sagen ,neulich haben ein paar 11 klässler eine karte und bilder über talenta gefunden.meine freundin ist in das alte gebäude reingegeangen und hat dort akten und sowas mitgebracht ,sie hat ein akten eintrag kassiert.ich mag meine schule das internat hasse ich zuviele regeln!

    crazy

    2. Oktober 2011 at 2:36 pm

  29. habe 3 Jahre in der Oberstufe des Gymnasiums von 1979-82 in E-feld gelebt – einige der schönsten und erfahrungsreichsten Jahre meines Lebens, die ganz sicher auch meine Selbständigkeit bis heute unterstützt und geprägt haben.

    Meine Mitschüler und Bekannten dort sehe ich auch nach 30 Jahren mit Freude wieder und viele Dinge sind bis heute unvergessen geblieben.

    Allerdings gab es auch die „kleinen“ Mitbewohner im Schloss, dort habe ich ab und an Nachhilfe gegeben. Und wenn der Junior dann nicht lernen wollte und weinte, daß Mama und Papa ihn abgeschoben haben, dann kann ich verstehen, daß es für andere, gerade die Jüngeren, nicht immer einfach war.

    Wegen Drogen etc. wurde das Internat sicher nicht geschlossen, man muss verstehen, daß so ein Internat wie eine Firma ist und es eine Betriebspolitik gibt. Die Schließung hat einigen von uns weh getan, da E´feld seinerzeit einen guten Namen hatte und sicher bis heute seine Tradition hätte fortsetzen können – wünsche all denen, die jetzt dort büffeln, genauso viel Spaß und Erlebnisse, wie wir dort hatten.

    Piet

    12. Oktober 2011 at 8:46 am

  30. Hallo Vetaro,

    Ich war auch auf der Talenta, allerdings sind wir uns nicht mehr begegnet. Ich war fast drei Jahre da und bin im Mai 2003 gegangen. Ich hatte auch eine schoene Zeit auf der Schule, auch wenn man sich ueber einige Sachen bestimmt streiten kann. Dass die Kirschner der Teufel holen soll, allerdings nicht.

  31. Hallo, ich bin aus Bayern und würde mich gerne mit jemandem über das Gymnasium Eringerfeld und das Internat dort unterhalten, da ich an ein Schulwechsel dahin denke. Da ich leider nicht im schülerVZ angemeldet bin, kann ich mich leider auch nicht dort in der Gruppe ”Gymnasium Eringerfeld” darüber informieren. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen (Entweder eine E-Mail schreiben oder zu schülerVZ einladen) ! Ich würde mich freuen ! Vielen Dank im Vorraus, Esra

    Esra

    26. Mai 2012 at 9:36 am

  32. Hallo,

    die Schule ist wirklich sehr empfehlenswert. Im Oktober werden die Schulgebäuden Real- und Gymnasium renoviert. Ich persönlich Arbeite im Internat, die man heute auch als „Haus.1“ bzw. „Haus am Park“ kennt.
    Es sind ca. 640 Schüler auf der Schule und mit dem Personal zusammen sind es knappe 700. Es ist wirklich sehr toll mit so vielen Kindern zusammen zu Arbeiten.

    Eringerfeld

    29. September 2012 at 8:10 pm

  33. Hallöchen,
    mir persönlich liegt das Internat sehr am Herzen, denn wir sind im Internat wie eine riesengroße Familie; wir teilen nicht nur ein Zimmer gemeinsam, sondern einen erheblichen Abschnitt unserer Jugend, und es entwickeln sich wahre Freundschaften.
    @ Ersa: Ich komme aus Baden-Württemberg und glaub mir, es hat sich auf jeden Fall gelohnt, nach Eringerfeld zu kommen. Nirgends hat man sonst die Möglichkeit, so viele verschiedene Menschen kennen zu lernen. Natürlich ist es manchmal schwierig, mit derartig differenzierten Persönlichkeiten umzugehen, denn schließlich lebt man miteinander. Doch so erwirbt man mit der Zeit Werte wie Geduld, Respekt, Toleranz und Rücksichtnahme. Diese und viele weitere Werte werden durch ein ausgeweitetes und abwechslungsreiches Betreuungsprogramm gefördert. Klar, dass es nicht jedem gefällt, denn es kann sich nicht alles von heute auf morgen entwickeln; schließlich brauchen Dinge ihre Zeit.
    Wer sich nicht mit Gerüchten begnügen möchte, darf die Schule und das Internat gerne besuchen…

    Sokrates

    9. Januar 2013 at 11:23 am

  34. Kanntest du einen bestimmten Julian Zameit?

    Interessiert

    8. März 2013 at 10:19 pm

  35. Hallo, ich war Anfang der 70*er in diesem Internat auf der ( damals noch existenten) AR7… sprich Aufbaurealschule…….. schräges ding…… wir wohnten im Schloß, anfangs im Hauptgebäude mit 10 oder 12 Mann auf einem Zimmer…… danach irgendwo im Seitenflügel.. links oder rechts…. genau kann ich mich nicht erinnern….. aber es gab damals eklatante sexuelle Übergriffe der Mitschüler, an die ich mich heute noch genau erinnern kann………. kein schönes thema, (deshalb hier abgehakt)……. die Schule war (in meiner Erinnerung) eine KZ für kids….. strenge bis strengste reglements, denen man sich unterwerfen musste……….***Silentium***…. die Schreckensstunde nach dem MIttagessen…… Taschengeld wurde knapp bemessen, wenn nicht gar komplett verweigert……. allerdings schöne Erinnerungen habe ich auch noch…. meine erste Freundin…*Jeannette Kohler*…… ich war ganz verrückt und konnte damit nicht umgehen…. ich mußte in dieser Zeit unserem Stuben-Ältesten ( Paul KLein ) immer nachts den Pimmel wichsen……. zum dank hat er mich des Diebstahls bei den Erziehern bezichtigt und mir den Verweis von diesem *ach so ehrenhaften* Internat beschert……… hoffe dieses Schwein heute nochmal zu treffen und zur Rede stellen zu können…… aber wahrscheinlich ist er an seiner Fettheit schon krepiert……… ( hoffe ich wenigstens)

    Phil Harmonie

    2. August 2013 at 1:16 am

  36. ich war anfang der 80er jahre dort. die grausamste zeit meines lebens. in der erziehung bei frau von gaudecker. schade nur das ich nicht so viel rache an die bevoelkerung zurueck geben kann wie mir als kind zugefuegt wurde.

    die vielen opfer deren Eltern die eigenen Kinder abgeschoben haben werden mich verstehen…

    ich bin anfang 2000 noch einmal dort gewesen. das gelbe schloss schimmert noch immer bei Sonnenuntergang um 19:30 als wir im bett zu liegen hatten…

    mein leben ist von diesem svhrecklichen ort gekennzeichnet. und das wünsche ich niemand.

    dort gab es natürlich auch die erste Zigarette. und wen i nteresdiert es…

    ja viele erzieher und andere haben dort ihr Geld verdient aber auf staatskosten. es war ein gelber knast für junge Menschen…

    eliam

    7. September 2013 at 1:08 am

  37. Ich war zur gleichen Zeit wie du auf Talenta. Konnte dich bis jetzt nich zuordnen, vielleicht magst du mir mal schreiben?

    Talenta-Schüler

    2. September 2015 at 8:48 pm

  38. […] ist kein Geheimnis (aber recht tief in diesem Blog vergraben), dass ich mal als deutlich hochbegabt getestet wurde. Was das meiner Meinung nach heißt und so […]


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