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Heute hatte Steffen einen schlechten Tag. In der Pause vor der letzten Stunde hatte er einfach keine Lust mehr. Philosophie, ohnehin deprimierend und langatmig seit wir eine neue Lehrerin haben.
Steffen wollte statt dessen heim gehen und sich ins Bett legen. Es war einfach eine ruhige, nicht müde oder schlechtgelaunte, schlechter-Tag-Phase. Das zog mich mit – aber ich war auch ansonsten der Ansicht, dass das wirklich sein Recht wäre, zu tun was er wollte, weshalb ich ihm sicher nicht reinreden wollte. Noch während der Pause entfernte er sich und ging über den Schulhof von uns fort.

Als ich dann – nicht lustlos, nur eben auf diese ruhige weise schlecht drauf – die Treppen hoch ging, sah ich , wie Steffen am Arm von Kara in den unterricht gezogen wurde. Sie hielt ihn einfach nur, er hätte kein Problem gehabt, sich dagegen zu wehren, immerhin hatte sie ihn offensichtlich drei Etagen hoch gezerrt. Und sie zerrte ihn bis auf einen Platz.

Steffen schimpfte, dass wir anderen, die um die beiden herum sitzen, seine Entscheidungen respektieren und nicht so unterdrücken würden wie Kara. Und er blieb dann auch die letzte Stunde noch da.

Und tief drinnen glaube ich dass das, was Kara tat, wirklich ein Beweis von Freundschaft war. Sie hat ihm nicht gegeben was er wollte, sondern was er braucht. Und ich glaube, das wissen auch die Beiden.

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Written by vetaro

29. Januar 2009 um 3:15 pm

Veröffentlicht in Uncategorized

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