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Selbstdarstellungsblog: Meiner Meinung nach könnte es gerne viel mehr Homosexuelle geben

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Ich bezeichne mich schon seit einer ganzen Zeit als Ermutigend-Liberal. Das könnte man auch zusammenfassen mit „Meiner Meinung nach könnte es gerne viel mehr Homosexuelle[*] geben.“ [*] Hier beliebige andere Minderheit einfügen.

Ich bin positiv von Menschen, die auf irgend eine Weise Anders sind, fasziniert. Ich habe überhaupt nicht vor, intersexuelle[*] Menschen wie alle anderen zu behandeln, ich bin viel zu beschäftigt damit, sie zu Fragen, wie sich sich fühlen und was sie selbst darüber denken.


80% aller Zwergschimpansen sind Bisexuell. Und erst vorgestern hab ich behauptet, Menschen wären ein nerviger Haufen Affen. Das hier drüber sind allerdings zweifelsone Giraffen.

Allerdings, und hier wird es schwerer zu erklären, komme ich auch mit Menschen zurecht, die meine Meinung nicht teilen. Um das zu verdeutlichen, stellen wir uns einen fundamentalen Christen vor. Er hat aber viel nachgedacht und kommt zu dem Schluss, dass er z.B. Homosexuelle nicht gutheissen kann, sich aber dennoch normal mit ihnen umgeben kann. In dieser Situation bin auch ich (=der Christ), bezogen auf Intolerante (=Homosexuelle)..

Ich habe nicht vor, mir ganze Menschengruppen als Kontakte auszuschliessen, nur weil sie eine solche politische Einstellung haben. Schliesslich haben sie mir ja nichts getan. Das gilt aber nur im allgemeinen: Wenn jemand vor mir offen erklärt, dass er andere Religionen [*] nicht ausstehen kann (von schlimmerem mal ganz zu schweigen), bekommt err auch entsprechend verbal eins verpasst. Wenn es darum geht, pro Minderheiten zu argumentieren, steh ich in der ersten Reihe.


Schon meine Subkultur besteht praktisch nur aus Wesen unterschiedlichster Rassen, Geschlechter und Sexualitäten.

Ganz wichtig ist es, daraus also kein Prinzip zu machen. Nur weil ich die Menschheit im Allgemeinen für eine ziemlich gute Idee halte, finde ich noch lange nicht alle Menschen gut (allerdings gibt es weitaus weniger Idioten als die meisten Leute behaupten, weil sie dazu so schöne Sprüche kennen).

Was ich von solchen Menschen erwarte, wenn ihnen etwas an mir liegt ist, dass sie, wenn sie ihre Meinung schon nicht ändern, wenigstens akzeptieren, dass sie auf einem argumentativ sehr schwachen Standpunkt stehen, möglicherweise sogar falsch liegen, aber darauf bestehen wollen.

Es ist nicht unmöglich, sich so zu verhalten. Vegetarier und Veganer sind mir moralisch überlegen, eindeutig. Sie haben völlig recht mit ihren Einstellungen und Meinungen, und ich akzeptiere, dass es die falsche Entscheidung ist, nicht Vegetarier zu sein – und nehme diese Entscheidung an.

EDIT: Antwort auf den Kommentar von Sionnach-Me hier.

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Written by vetaro

8. Januar 2009 um 7:22 pm

Veröffentlicht in Internet, Realität

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