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Second Life: Eine komplette Einführung (mit vielen bunten Bildern)

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Jetzt: Eine Einleitung zum Thema Secondlife, geschrieben für Leute, die es noch nie gesehen haben, dafür aber andere MMOs kennen.

Grundsätzlich: Second Life ist ein MMORPG. Es ist eine 3D Gott-Simulation mit Chatsystem und Wirtschaftssystem, dessen virtuelles Geld man in beide Richtungen gegen reales Geld tauschen kann. Es zu spielen ist absolut kostenlos, man kann jedoch für reales Geld ein Grundstück erhalten, auf dem man zum Beispiel ein eigenes Haus bauen kann.

Der Nutzen von Armlehnen wird bei anderen Spielen oft noch unterschätzt.

In Second Life gibt es keine Kämpfe, keine Level, keine Charakterwerte. Es ist in dem Sinne kein „Spiel“ sondern eine Simulation.

Gott-Simulation

In Second Life ist es möglich, jedes (sic!) Aussehen anzunehmen. Es gibt keine Rassen- oder Geschlechterbegrenzung, zu jedem beliebigen Zeitpunkt kann man sein Aussehen so umändern, wie man möchte.


Vierarmige Nagas sind selbst hier keine Alltäglichkeit.

Mindestens 95% des Spieles, der Spielumgebung und von allem anderen wurde von Spielern erstellt, nicht von den Machern des Spieles.

Die allermeisten Teile des Spieles sind gemacht aus Primitives. Hierzu ein Video:

Abgesehen von den Avataren (also Spielfiguren) und dem Boden besteht eigentlich alles aus „Prims“, die also in jede beliebige Form gebracht und zusammen gepackt werden können, das Bausystem ist derart einfach, dass einige 3D-Künstler sich wundern, warum ihre Computerprogramme seit jahren nicht derart einfache features beinhalten.

Jeder Avatar kann fliegen und sich sofort mit kurzem Ladebildschirm an jeden beliebigen Ort teleportieren.

Eine wirklich Traumhafte Insel, das Heim einer deutschen Gruppe, die die Zeit mit technischen Spielereien verbringt.

Es ist möglich, Avatare zu animieren, also bestimmte Animationen zu benutzen. Das beginnt bei einfachen Dingen, die in anderen Spielen /winken wären, geht über eine komplette Anderung der Gangart des Avatars und endet irgendwo beim Kamasutra. Auch diese Animationen werden von den Spielern selber entworfen.


Dieser Tanz ist ein gutes Beispiel für die Qualität der Animationen.

Die Kameraposition folgt normalerweise in der bekannten Art der eigenen Figur. Sie ist jedoch auch absolut frei verstellbar, kann auf beliebige Punkte fokussiert und gedreht werden, um jeden Winkel der einen interessiert abzutasten. Das ist im obenstehenden Video gut zu sehen.


Im Spiel können alle Teile des Aussehens mit einfachen Schiebereglern angepasst werden. Dinge, die nicht zur normalen Körperform gehören, werden als „Attachment“ an den Avatar angefügt.

Wirtschaftssystem

Die Spielwährung von Second Life heisst Linden Dollar, Abkürzung L$, benannt nach der Herstellerfirma Linden Laboratories. Diese Währung kann gegen reales Geld eingetauscht werden, und das auch andersherum.  Obwohl der Kurs schwankt, sind 270 L$ eigentlich immer ca. 1 $.

Für den normalen User wird Handel meistens über Vendors, also Verkaufsstände, getätigt, die von Spielern aufgestellt werden (auf Land das ihnen gehört) und die von ihnen erschaffenen Objekte verkaufen.
Das sind, im einfachsten Fall, Quadratische Primitives, auf denen zu sehen ist, was man bei ihnen gegen einen festgelegten Preis kaufen kann.

Bei vielen Angeboten auf wenig Raum kommt manchmal das Gefühl von Türkischen Läden auf, die Gameboyspiele, Leder-Handtaschen und Armani-Uhren verkaufen.

Bei komplexen Vendors kann man alle möglichen Eigenschaften der Ware vorher Einstellen. Hier werden zum Beispiel ganze Avatare verkauft, die Tasten ändern Rasse, Geschlecht und Fellfarbe des zu kaufenden Avatars.

Eigentlich alle interessanten Gegenstände sind auf diese Weise zu erhalten. Geld kann jedoch auch völlig ohne Warenaustausch weitergegeben werden. Es ist, für mich zum Beispiel, möglich, das Spiel zu spielen, ohne einen einzigen realen Cent auszugeben..

Sozialsystem

Second Life kennt keine getrennten Server. Alle Spieler der Welt laufen überall rum. Die Idee einer internationalen Internetgemeinde ist vorallem hier wirklich zu spürren. Englisch ist wirklich hilfreich, aber es gibt auch genügend Orte, wo sich nur Sprecher anderer Sprachen tummeln, natürlich auch deutsche Gemeinden.


Hier ist jemand definitiv… Herr im Haus.

Im Spiel gibt es ausserdem das System der „Gruppen“, die funktionieren wie bei Websites für soziale Netzwerke. Gruppenleiter können Mitteilungen an alle Mitglieder schicken, und jede Gruppe hat einen eigenen Chatchannel.

Für jeden Ort in Second Life kann dessen Besitzer eine Beschreibung eintragen. Mithilfe einer sehr umfassenden Suchfunktion können Orte, Personen, aktuelle Events, Gruppen und die meistbesuchten Orte des Spieles ausfindig gemacht werden.

Technisches

Die Webseite von Second Life ist www.Secondlife.com. Download und Anmeldung sind von hier möglich.


Haus, Leuchtturm und Baum – Jedes gehört einem anderen Besitzer. Beim Garten mit dem Wasserfall haben sie zusammengearbeitet.

Der Client selber ist sehr klein (ca. 70 MB), da man nicht die gesamte Spielwelt herunterlädt sondern die Region in der man sich befindet  life geladen wird.
Die angegebenen Minimalen Anforderungen sind 800 MHz Pentium III und eine NVIDIA GeForce 2-Grafikkarte, was durchaus realistisch ist. Auf niedrigen Einstellungen ist SL wirklich sehr sparsam.
Weiterführende Systemanforderungen gibt es hier.

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Written by vetaro

6. Januar 2009 um 3:33 am

Veröffentlicht in Internet, Spiele

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3 Antworten

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  1. […] Ich habe eine erste Arbeit gefunden, die irgendwie passt. Sie ist gleichzeitig nerdig, hat höhere Ansprüche als die meisten ersten Jobs und könnte sogar in Unterhosen erledigt werden (auch wenn ich nie nur in Unterhosen unterwegs bin). Ich übersetze englische Texte für eine Firma in Second Life. […]

  2. […] Aber Lego Universe ist noch nicht draussen. Und dann fiel mir ein, dass ich ja seit vier Jahren so’n kleines Spiel hab, wo man alles bauen kann, was man […]

  3. […] überall im Internet.  Wenn man die drei Worte bei Google eintippt, findet man genug Resultate. Second Life ist voll davon. Und in Furcadia gibt es ganze Bereiche nur für Erwachsene, die gut besucht […]


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